„Warum ich trotzdem Christ bleibe“
Bestsellerautor Tobias Haberl bei den Burgfestspielen exxtra im Arresthaus
aus Mayen
Mayen. Im Rahmen der Reihe „Talk Kirche – Gott.Ich.Welt“ des Exxtra-Programms der Burgfestspiele Mayen war am 5. Juli der Bestsellerautor und Redakteur beim SZ-Magazin der Süddeutschen Zeitung, Tobias Haberl, im Arresthaus zu Gast. Moderiert von Julia Fröder, Redakteurin beim Bistum Trier, sprach er über sein Buch „Unter Heiden. Warum ich trotzdem Christ bleibe“.
Sehr persönlich erzählte Haberl von seiner katholischen Kindheit in einem bayerischen Dorf, seinem heutigen Leben in einem eher religionsfernen Milieu in München und von den Fragen und Zweifeln, die ihn immer wieder begleiten. Dabei schilderte er, welche Bedeutung der Glaube an Jesus Christus und das Vertrauen auf Gott für sein Leben haben. Gebet und Gottesdienst, so Haberl, geben ihm Orientierung und Halt in einer unruhigen Welt.
Der Autor verzichtete bewusst auf einfache Ratschläge zur aktuellen Kirchenkrise oder auf kirchenpolitische Debatten. Stattdessen blieb er konsequent bei seinen eigenen Erfahrungen und machte deutlich, warum er trotz aller Fragen und Herausforderungen Christ geblieben ist.
Seit dem Erscheinen seines Buches im Jahr 2024 hat Haberl nach eigenen Angaben mehr als 150 Lesungen, Interviews und Medienauftritte absolviert. Dass sein Buch auf so großes Interesse stößt, überrascht ihn bis heute. Zugleich wertet er die Resonanz als Hinweis darauf, dass viele Menschen auch für persönliche Lebens- und Glaubenszeugnisse offen sind, wenn sie nicht in floskelhafter Sprache, sondern aus dem eigenen Alltag heraus erzählt werden.
Der langanhaltende Applaus am Ende der Veranstaltung zeigte, dass Tobias Haberls authentische Art, über Glauben, Sinn und Halt zu sprechen, auch in Mayen einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Veranstaltet wurde der Abend von der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz und dem Pastoralen Raum Mayen in Zusammenarbeit mit den Burgfestspielen.
Julia Fröder, Tobias Haberl, Susanne Möckel-Lamberty Foto: Susanne Möckel-Lamberty
Julia Fröder konnte Tobias Haberl mit ihren wachen Fragen zum persönlichen Erzählen motivieren. Foto: Martina Wolf
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Tobias Haberl bei seiner Lesung im Arresthaus Foto: Martina Wolf