Instrument in Wanderath verfügt über modernes Audiosystem
Eine Orgel voller High-Tech
aus Koblenz
Wanderath. Wanderath – Tradition und Innovation: Mit der Einweihung ihrer neuen hybriden Orgel ist die Kirche St. Valerius Baar-Wanderath in eine Klangwelt der Zukunft eingetaucht. Die Ecclesia-Orgel ist ohne eine einzige Pfeife, aber mit zwei Manualen, einem 30-tönigen Pedal, fünf Fußpistons, 35 klingenden Registern und einem hochmodernen Audiosystem ausgestattet. Die neue Orgel hat ihren Platz auf der Empore eingenommen, auf der seitlich auch noch die alte Orgel beheimatet ist.
Es war ein bewegender Moment für die ganze Gemeinde, als die Orgel am Palmsonntag (29. März) von Dekan Jörg Schuh feierlich gesegnet und von Organist Markus Busch bespielt wurde. Sie konnte im Anschluss, an das vom Kirchenchor St. Cäcilia und vom Musikverein St. Valerius musikalisch umrahmte Abendlob, von Interessierten in Augenschein genommen werden.
Warum eine neue Orgel jetzt die Empore ziert
Bernd Heimermann vom Förderverein Kirche St. Valerius Baar-Wanderath erklärte: „Vor über 30 Jahren hatte unsere Kirche eine altersschwache Orgel, die genau so klang. Damals haben wir sie renoviert. Nun ist sie vom Holzwurm befallen, der Motor sowie die Starkstromanschaltetechnik ist defekt. Unsere Entscheidung lautete, keine weitere Investition in die alte Orgel.“
Instrument durch Spenden finanziert
Die Orgel wurde gänzlich durch Spenden finanziert. Dies sei nur durch ein gutes Miteinander aller Beteiligten möglich gewesen. „Hinter dem Projekt, einer neuen Orgel, die mit und ohne Organisten genutzt werden kann und die für uns finanzierbar war, standen insbesondere alle Wanderather Mitglieder des Pfarrgemeinderats und des Verwaltungsrats sowie der Vorstand des Fördervereins“, betonte Heimermann. Er nannte ganz bewusst die Namen: Birgit Becker, Gerd Bungarten, Gabi Günther, Heribert Hänzgen, Walter Hennrichs, Frank Lauxen, Alfred Retterath, Melanie Reetz, Markus Schmitt „und meine Wenigkeit. Uns haben zwar zeitweise die Beine geschlackert.“ So ein Projekt könne man aus verschiedenen Perspektiven bewerten, „aber wir haben uns davon nicht beirren lassen. Und sollten sich im Winter einem Organisten Schneeverwehungen in den Weg stellen, kann sie vom Zelebranten fernbedient werden, sie kann aber auch wie eine pneumatische Pfeifenorgel leidenschaftlich und virtuos bespielt werden.“
Die Freude, dass die Wanderather nun über eine neue Orgel verfügen, stand auch Jörg Schuh, Dekan des Pastoralen Raums (PastR) Mayen und Pfarrer der Pfarrei Langenfeld St. Jodokus sowie Marek Jost aus dem Leitungsteam des PastR förmlich ins Gesicht geschrieben. „Sie gestaltet den liturgischen Rahmen feierlicher und unterstützt die Gemeinde beim Gesang. Mit dieser High-Tech-Orgel begegnen wir auch dem Mangel an Kirchenmusikern, ohne auf eine qualitative Orgelbegleitung zu verzichten“, betonte Dekan Schuh. Die Orgel könne eine Atmosphäre schaffen, „in der unsere innere Stimmung ausgedrückt oder aber inspiriert wird.“ Letztlich schaffe die Orgelmusik, „was für das gesprochene Wort schwieriger ist: Da werden Gefühle geweckt, da geht etwas unter die Haut“.
Organist Markus Busch an der neuen Orgel in der Kirche St. Valerius Baar-Wanderath, Foto: Elvira Bell
Bernd Heimermann (links) vom Förderverein Kirche St. Valerius Baar-Wanderath gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Cäcilia, der gemeinsam mit dem Musikverein St. Valerius das Abendlob gestaltet hat. Foto: Elvira Bell
