Politik | 10.09.2026, 07:39 Uhr

Fairtrade ist eine wichtige stadtpolitische Aufgabe

FWM: „Faires Frühstück“ – ein Zeichen lokaler und globaler Solidarität!

Beim „Fairen Frühstück“ im Mayener Rathaus: Von links Lisa Ackermann, Thommy Schwarz, Manuela Wange, Michael Helsper, Hans-Georg Schönberg und Tanja Saar von den Freien Wählern Mayen (FWM). Mit ihrer Teilnahme unterstreichen sie die Bedeutung des fairen Handels und des Engagements für globale Solidarität und Nachhaltigkeit

Mayen. In der „Fairtrade Town“ Mayen ist immer „Fairtrade-Zeit“. Denn der Einsatz für den fairen

Handel weltweit ist in Mayen seit über einem Jahrzehnt auch ein wichtiges stadtpolitisches Thema. Dies zeigt sich neben vielen anderen Aktionen insbesondere beim jährlich stattfindenden „Fairen Frühstück“ im Mayener Rathaus. Dabei werden fair gehandelte Produkte sowie Bio-Produkte aus der Region angeboten. Wie in den vergangenen Jahren war es für einige Mitglieder der Freien Wähler Mayen (FWM), der Stadtratsfraktion und der Wählergruppe, daher eine willkommene Selbstverständlichkeit, mit ihrer Teilnahme die Bedeutung dieser Thematik – gerade angesichts der heutigen globalen Krisen – zu unterstreichen.

„Das Faire Frühstück zeigt, dass globale Verantwortung auch ganz konkret vor Ort beginnt. Fairer Handel, nachhaltiger Konsum und die Achtung der Menschenrechte sind keine abstrakten Themen. Sie können von einer Kommune und ihren Bürgerinnen und Bürgern aktiv mitgestaltet werden“, betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FWM, Michael Helsper.

Auf Grundlage der kommunalen Selbstverpflichtung zur Fairtrade-Arbeit koordiniert auch in Mayen eine Steuerungsgruppe die vielfältigen Aktivitäten, häufig in Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Verein Mayen. So werden unter anderem in Geschäften und der Gastronomie Produkte aus fairem Handel angeboten. Zugleich leistet die Zivilgesellschaft durch Bildungs- und Aufklärungsarbeit einen wichtigen Beitrag, um auf die weiterhin bestehenden Ungleichheiten der globalen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen aufmerksam zu machen. Die im Fairen Handel festgelegten ökonomischen, sozialen und ökologischen Standards geben zudem jedem Einzelnen die Möglichkeit, durch sein Konsum- und Kaufverhalten mehr Verantwortung und Glaubwürdigkeit im eigenen Handeln zu übernehmen. Dies gilt insbesondere angesichts der weltweiten sozialen Verwerfungen und der globalen Vielfachkrisen.

Vor diesem Hintergrund begrüßen die Freien Wähler Mayen ausdrücklich die kommunale Förderung des fairen Handels in Mayen. Sie bietet eine konkrete Möglichkeit, Solidarität zu praktizieren, sich für die weltweite Verwirklichung der Menschenrechte einzusetzen und zugleich durch sachliche Bildungsarbeit Fake News und Verschwörungstheorien entgegenzutreten. So kann die Bildungsarbeit zum Fairen Handel beispielsweise dazu beitragen, ein differenziertes Verständnis für die häufig als „Geldgeschenke“ bezeichneten Leistungen Deutschlands an andere Staaten – etwa im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit – zu vermitteln. Diese sind vielfach auch mit Wirtschafts und Kooperationsinteressen verbunden und können sowohl der Unterstützung von Entwicklungsprozessen vor Ort als auch deutschen Unternehmen und ihren Beschäftigten zugutekommen. Faire Handelsbeziehungen können dabei dazu beitragen, Armut nachhaltig zu bekämpfen und wirtschaftliche Perspektiven in den Partnerländern zu verbessern.

Die Fairtrade-Arbeit in Mayen sollte nach Ansicht der Freien Wähler Mayen künftig noch stärker mit zwei weiteren kommunalen Verpflichtungen verknüpft werden, die durch entsprechende Ratsbeschlüsse eingegangen wurden: zum einen mit der Teilnahme der Stadt Mayen am weltweiten Prozess der Lokalen Agenda 2030, der auf eine nachhaltige Verbesserung der globalen Lebensverhältnisse hinwirkt, und zum anderen mit der Teilnahme am Kommunalen Klimapakt Rheinland-Pfalz, der konkrete Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort unterstützt und damit einen Beitrag zur Bewältigung der globalen Klimakrise leistet. „Fairtrade, die Agenda 2030 und der kommunale Klimaschutz dürfen nicht isoliert voneinander betrachtet werden. Wir sollten die bestehenden Aktivitäten in Mayen stärker miteinander verknüpfen und daraus eine gemeinsame kommunale Strategie für Nachhaltigkeit und globale Verantwortung entwickeln“, so Michael Helsper für die Freien Wähler Mayen.

In allen drei Bereichen – Fairer Handel, Agenda 2030 und kommunaler Klimaschutz – liegt nach Ansicht der FWM eine wichtige Chance in der stärkeren Vernetzung auf Stadtebene. Auch die Volkshochschule Mayen könnte hierbei künftig eine zunehmend wichtige Rolle in der kommunalen Bildungsarbeit übernehmen. Für die Freien Wähler Mayen steht fest: Fairer Handel verbindet lokales Handeln mit globaler Verantwortung. Gerade in Zeiten internationaler Krisen und wachsender gesellschaftlicher Verunsicherung ist es wichtig, Solidarität, Nachhaltigkeit und globale Zusammenhänge vor Ort sichtbar und verständlich zu machen.

Pressemitteilung FWM: 09.09.2026

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Beim „Fairen Frühstück“ im Mayener Rathaus: Von links Lisa Ackermann, Thommy Schwarz, Manuela Wange, Michael Helsper, Hans-Georg Schönberg und Tanja Saar von den Freien Wählern Mayen (FWM). Mit ihrer Teilnahme unterstreichen sie die Bedeutung des fairen Handels und des Engagements für globale Solidarität und Nachhaltigkeit Foto: Hans-Georg Schönberg

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