Allgemeine Berichte | 31.07.2026, 07:41 Uhr

JP Weber begeistert in Mendig

Hummeshof wird 87. Veedel von Köln

Das 87. Veedel von Köln: mit JP Weber wurde der Hummeshof zu einem kölschen Veedel mitten in Mendig.

Mendig. Ein volles Haus im Hummeshof und ein Virtuose an der Flitsch: Gäste waren bei J.P. Weber im Rahmen der „Nacht der Vulkane“ begeistert.

Leise und laute Töne, Lachen und Gänsehaut und das alles urkölsch oder wie der Künstler selbst sagt: „Kölsch bess op die Knoche“. Der aus Köln Süd-Süd-Süd stammende J.P.Weber spielte zum ersten Mal in einer „Schür“ (Scheune) in dem wundervollen Ambiente des Mendiger Hummeshof, den Eigentümerin Rita Berresheim wieder mit viel Liebe hergerichtet hatte. Und er ernannte Mendig mit seinem Hummeshof direkt zum 87. Veedel von Köln. „Su ne schöne Ood jibbet in Kölle nit“. Und was J.P. da bot, begeisterte alle Besucherinnen und Besucher gleichsam. Man merkte das sein Herz zurecht Kölsch schlägt und er stolz darauf ist, seine Sprache auch in die Welt zu tragen. Er ist eine Institution im Kölner Karneval. Aber nicht nur da. Er verbindet auf seine – ganz eigene – Weise die volkstümliche Krätzchen-Spielweise mit Jazz und natürlich, deftigem Rock’n’Roll. Und das mit zwei Instrumenten, die selbst eine Geschichte haben. Die Flitsch (Mandoline) ist ein Geschenk von niemand geringerem als Hans Süper, der legendären Hälfte des Colonia Duetts und seine Gitarre stammt aus dem Besitz der virtuosen Gypsy-Familie Reinhardt.

Mehr als 5.000 Konzerte weltweit, über 500 CD-Veröffentlichungen und sage und schreibe über 600 Kompositionen sprechen eine deutliche Sprache für den kölschen Künstler. Alles in Mundart und mit dem typisch rheinischen Humor vorgetragen und bei dem es manchmal auch mal „wasserharte Augen“ gab.

Kölsche Klassiker wechselten sich ab mit seinen eigenen Stücken wie „Der letzte Wage is immer ne Kombi“ – von der letzten Fahrt eines Jeden, „Vun all minge Fähler“ (bes du käner) , „Anjeleckt es mir“ oder dem Lied „Der Narr“, der sein Leben mit allem positiven und negativen beschreibt; um nur einige zu nennen. Und zwischendrin viel mit feinsinnigem Humor zum Lachen: seine Erlebnisse auf den Bühnen des Karnevals, die auch mal weh taten, von der KI (Kölsche Intellijenz), vom Internet (von dem er behauptet, dass es sich nicht durchsetzt), von Kardinal Woelki oder vom Kölsch-Abitur.

„Man könnte noch länger berichten von diesem wunderbaren, einmaligen und herzlichen Abend mit lachenden und weinenden Augen. Besser mal selbst erleben. Wer die Möglichkeit hat, JP solo zu erleben, sollte es tun“, so Frank Neideck, Teilbereichsleiter Kultur und Touristik der VG-Verwaltung Mendig und Mitorganisator des Abends mit JP Weber.

Pressemitteilung VG Mendig

Das 87. Veedel von Köln: mit JP Weber wurde der Hummeshof zu einem kölschen Veedel mitten in Mendig. Foto: Julia Lichter/VG Mendig

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