Kunsttherapeutisches Projekt
Kunsttherapeutisches Projekt der Caritas an der Albert-Schweitzer-Realschule plus Mayen
aus Mayen
Mayen. An der Albert-Schweitzer Realschule plus Mayen fand ein kunsttherapeutisches Projekt mit Julia Schengel (Caritas) statt. Es richtete sich an Kinder der Orientierungsstufe, die mit ihren Familien nach Deutschland zugewandert sind und in ihrer Vergangenheit Krieg, Flucht und andere belastende Erfahrungen gemacht haben. Ziel des Projektes war es, den Kindern einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie emotional aufgefangen wurden und zugleich in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt wurden. Darüber hinaus unterstützte das Projekt auf behutsame Weise den Erwerb der deutschen Sprache, indem kreative Prozesse und gemeinsames Sprechen miteinander verbunden wurden.
Im Mittelpunkt standen unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen. Die Kinder malten Bilder, arbeiteten mit Ton und Filz und bastelten Figuren. Diese kreativen Tätigkeiten ermöglichten es ihnen, Gefühle und Erfahrungen auszudrücken, für die sie oft noch keine Worte hatten. Durch das Gestalten mit den Händen konnten innere Spannungen abgebaut und positive Erlebnisse geschaffen werden.
Ein wichtiger Bestandteil des Projektes war das gemeinsame Sprechen. Dabei wurde die deutsche Sprache spielerisch und ohne Leistungsdruck eingesetzt. Die Kinder konnten neue Wörter lernen und anwenden, während sie über etwas sprachen, das ihnen persönlich wichtig war. Dies stärkte nicht nur ihre sprachlichen Fähigkeiten, sondern auch ihr Selbstvertrauen.
Die Therapeutin begegnete den Kindern mit großer Empathie, Geduld und Wertschätzung. Durch ihre fachliche Kompetenz konnte sie die kreativen Prozesse sensibel begleiten und den Kindern helfen, eigene Ressourcen zu entdecken.
