Kommunale Familie verabschiedete einen verdienten Spitzenmann
Leitender Regierungsdirektor Jürgen Lehnigk-Emden ging in den Ruhestand
Mayen-Hausen/Region. Das Bürgerhaus in Mayen-Hausen war bis auf den letzten Platz besetzt. Die ganze „Kommunale Familie“, Weggefährten, Kollegen, Freunde und die Familie war dabei als Jürgen Lehnigk-Emden durch die Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Dagmar Barzen, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Landrat Dr. Alexander Saftig hatte sogar eine für 11 Uhr anberaumte Sitzung mit Landratskollegen um drei Stunden verschoben: „Ich wollte dabei sein, um Jürgen Adieu zu sagen, denn wir haben vieles gemeinsam geschultert“, so Saftig. „Dass so viele Menschen heute gekommen sind, bedeutet eine Wertschätzung, und Anerkennung Deiner Person und Deiner Arbeit“, gab der Dienststellenleiter des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum, (DLR), Dr. Johannes Noll, in seiner Begrüßung, dem scheidenden Spitzenmann mit auf den Weg, ehe die Präsidentin, Dagmar Barzen, in ihrer Laudatio den langen beruflichen Werdegang, des am 29. Juli 1951 in Ochtendung geborenen Regierungsdirektors Lehnigk-Emden, Revue passieren ließ. Er hat quasi eine Traumkarriere hingelegt: nach Studium und vielen abgelegten Prüfungen, praktischer Berufserfahrung beim Katasteramt in Koblenz über den Einsatz als technischer Beamter des Kulturamtes in Westerburg, Bestellung zu dessen Leiter, Ernennung zum leitenden Regierungsdirektor durch Kurt Beck, Leiter der Abteilung Landentwicklung Westerwald, Leiter der Abteilung Landentwicklung Untermosel/Ahr, Dauerhafte Bestellung zum stellvertretenden Dienststellenleiter, 2015 gleichzeitig 40-jähriges Dienstjubiläum und Verabschiedung, und, und, und.
Zwei Urkunden überreicht
„Heute bin ich deshalb mit gleich zwei Urkunden angereist, lieber Jürgen“, so Dagmar Barzen. „Mit Dir verliert die Flurbereinigungsverwaltung einen bis zum letzten Arbeitstag sehr engagierten Mitarbeiter, einen anerkannten Fachmann, einen „Flurbereiniger mit Herz und Seele“. Dank Deiner Fachkenntnisse und Deines Einsatzes ist es Dir immer wieder gelungen, in den oft schwierigen Verfahren, für deren Durchführung Du die Verantwortung zu tragen hattest, gute Ergebnisse zu erzielen. So etwas kann man nur mit dem großen Rückhalt durch Ehefrau Ingeborg und die Familie erreichen.“ Genauso auch beim kulturellen, gesellschaftspolitischen und sozialen Einsatz von Jürgen Lehnigk-Emden, dem das Wohl seiner Heimatgemeinde immer sehr am Herzen lag und liegt. Ob nun als Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, als 2. Vorsitzender im Freundeskreis „Ochtendung-La Chaussée“, oder als Präsident im Karneval bei der Großen Ochtendunger Karnevalsgesellschaft. „Und nun hat er sich vorgenommen im Ruhestand auch den Seniorenkarneval neu zu beleben“, so Dagmar Barzen, ehe sie dem siebenfachen Opa die Urkunden mit Präsent übergab.
„Niemals geht man so ganz“
Auch der Vizepräsident des Bauern- und Winzerverbandes, Heribert Metternich, und Präsident Johannes Billen lobten Lehnigk-Emden in höchsten Tönen: „Sie haben uns 40 gute Jahre beschert. Und das war auch gut für Rheinland-Pfalz. Sie waren immer ein Beamter, der genau hinhörte, was die Menschen bedrückt.“ Personalratsvorsitzender, Bernd Allmann, blickte mit Humor zurück: „Ihre Arbeit „Flurbereinigung“ machte Ihnen doch Spaß. Und wenn Sie dann noch das Glück haben, Mitarbeiter wie uns zu haben, dann ist das umso besser.“ Landrat Dr. Alexander Saftig, brachte es auf den Punkt: „Wer wie Du mit Deiner Gattin, drei Kinder groß gezogen hat, wer sich für die Menschen und die Region im Landkreis Mayen-Koblenz interessiert, wer gerne Karneval feiert und damit Gemeinschaft sucht und schafft und wer sich dazu noch sozial engagiert, der zeigt, dass er ein Mensch mit herausragenden inneren Werten ist. Niemand lässt Dich heute gerne gehen, aber im Grunde nehmen wir jeden Tag von etwas Abschied, ohne es zu wissen.“ Sichtlich gerührt bedankte sich Lehnigk-Emden bei allen. „Ich bin froh mit Euch allen zusammen etwas geschaffen zu haben. Gemeinsam konnten wir vieles auf den Weg bringen oder die Weichen dazu stellen. Und auch sonst hat meine Frau mir freie Hand gelassen. Ich durfte immer alles machen, was ich wollte.“ Ein besonderer „Glanzpunkt“ waren wohl die Liedbeiträge des Original Mayener „Amtschores“. Tolle passende Texte liebevoll zusammen gestellt, und das letzte Lied passte wohl wie das Tüpfelchen auf dem „i“: als die Sänger „Niemals geht man so ganz“ intonierten.
Landrat Dr. Saftig betonte: „Du bist ein Mensch mit herausragenden inneren Werten.“
