Eva Rulf zeigt Gemälde im Mehrgenerationenhaus St. Matthias
Mit den Mitteln von Farben und Formen etwas mitteilen
Mayen. Dass Kunst zum Leben gehört, ist im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen eine Selbstverständlichkeit. Mit der neuen Ausstellung von Eva Rulf bringt das MGH des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V. Kunst wieder direkt zu den Menschen.
Bis 13. März sind im Café CaTI und auf den Gängen 59 Gemälde zu sehen, in denen Eva Rulf mit dem Betrachter in Kontakt tritt: „Malen heißt für mich, mit den Mitteln von Farben und Formen etwas mitzuteilen“. Anfangs hatte Eva Rulf Bilder in Aquarelltechnik und mit Pastellkreide geschaffen, doch ihre künstlerische Freiheit erreichte sie erst bei der Verwendung von Acrylfarben: „Diese sind gut kombinierbar mit vielen Materialien: Pigmente, Steinstaub, etwa Marmor-, Basalt- oder Schiefermehl. Aber auch Baumaterialien wie Bitumenspachtel, Kunstharz und Lacke verarbeite ich in vielen meiner Bilder“.
Gleich im Eingangsbereich wird der Besucher von dem Kunstwerk „Vom Rhein in Eifel“ begrüßt, das in Foto-Acryl-Technik geschaffen wurde. Einmal sind auch Naturstoffe in ein Bild integriert. Ihre Gemälde sind nach Eigenaussage „Selbstläufer und entwickeln sich beim Malen.“ Die Künstlerin transportiert Stimmungen. So geht es ihr auch bei der gegenständlichen Abbildung nicht um eine möglichst realistische Wiedergabe, „sondern eher um Eindrücke und Emotionen in abstrahierter Form. Beim Malen nimmt man alles intensiver wahr.“ Beeindruckend sind auch ihre Impressionen der Ettringer Lay mit den steilen Basaltwänden und den alten Kastenkränen oder ihre blauen Gemälde, auf denen man in eine klare, sprudelnde, erfrischende Quelle zu schauen meint.
Anders als andere Künstler kniet sich Eva Rulf emotional tief in das jeweilige Kunstwerk und hat deshalb nie mehrere Bilder gleichzeitig in Arbeit. Im Malen findet sie ihre innere Ruhe: „Für mich zählt es zu den schönsten Beschäftigungen, durch die ich nicht nur eine gewisse Erfüllung, sondern auch viele Freuden gefunden habe. Es macht mir auch Spaß, anderen dieses schöne Hobby zu vermitteln“. So gibt die Künstlerin seit 1994 auch Kurse bei der VHS in Mendig, im Altenheim Marienstift und seit über zehn 10 Jahren an der Realschule plus in Mendig. Dabei ist es für Eva Rulf immer wieder schön zu beobachten, wie Kinder lernen, ihrer Selbstwahrnehmung zu vertrauen und Ausdauer und Konzentration erfahren. Bisheriger Höhepunkt dieser pädagogischen Arbeit war eine Sonderauszeichnung beim „Lapidea Kunstpreis 2012 der Volksbanken“. Die beiden Kuratorinnen Rosemarie Wengert und Hannelore Schmitt haben schon viele Ausstellungen im MGH begleitet, „doch diesmal war es für uns leicht“, betonte Rosemarie Wengert, „da Frau Rulf genaue Vorstellungen hatte, wie die Bilder am besten im Haus arrangiert werden“.
MGH-Koordinatorin Tina Heidger und Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens dankten Eva Rulf und den beiden ehrenamtlichen Kuratorinnen, Rosemarie Wengert und Hannelore Schmitt, für die Gestaltung dieser Ausstellung, die das Haus bis Mitte März bereichert. Die Werkschau von Eva Rulf ist zu den Öffnungszeiten der Caritas Mayen in der St.-Veit-Straße 14 zu sehen. Weitere Informationen bei Tina Heidger, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., Tel. (0 26 51) 9 86 91 14., Email: heidger-t@caritas-mayen.de. www. mgh.caritas-mayen.de.
