Fußball-Rheinlandliga, 13. Spieltag
Neue Besen kehren nicht immer gut
aus Kottenheim
TuS Mayen unterlag auch nach dem Trainerwechsel der SG 99 Andernach mit 0:2 (0:2)
Mayen. Neue Besen kehren nicht immer gut: Nach dem Rücktritt von Übungsleiter Marc Steil unterlag der TuS Mayen am 13. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga der SG 99 Andernach mit 0:2 (0:2). Für Nikolai Foroutan, zumindest bis zur Winterpause Sportlicher Leiter und Trainer in Personalunion, gab es in der ersten Partie unter seiner Regie gleich die erste Niederlage. Nicht nur das: Die Schwarz-Weißen sind nach sieben Begegnungen vor heimischem Publikum weiterhin ohne Punkt und ohne Tor, in insgesamt 13 Spielen setzte es sage und schreibe zwölf Niederlagen. Auf den neuen Mann am Steuer wartet ein Himmelfahrtskommando.
„Nach gerade zwei Einheiten darf niemand erwarten, dass alles sofort besser ist. Trotz der traurigen Lage ist noch nicht alles verloren. Die Entscheidungen sind noch immer am Schluss einer Saison gefallen“, verkündete Foroutan die ersten Durchhalteparolen. „Natürlich bedarf es einer gewaltigen Steigerung und eines Erfolgserlebnisses, damit die Köpfe endlich wieder nach oben gehen. Die Leistung meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit lässt mich jedenfalls hoffen.“
Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren allerdings schon mit 0:2 zurück. Nach einer Flanke von Adam Lemghar musste Philipp Pitkowski, Neuzugang vom FV Rübenach, den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken (16.). TuS-Schlussmann Dominik Klein, der wieder für Fynn Lada im Kasten stand, war machtlos gewesen. Der zweite Treffer ging acht Minuten später auf das Konter von Filip Reintges, der zum 0:2 abstaubte. Wenige Sekunden zuvor war Leon Schmitz mit einem Kopfball am linken Pfosten gescheitert, auch hier traf den Mayener Torwart Klein keine Schuld. Chancen der Gastgeber blieben Mangelware, lediglich ein Freistoß von Kapitän Marcel Löhr versprühte so etwas wie Gefahr (32.).
Nach Wiederanpfiff ließen es auch die Bäckerjungen ruhiger angehen, der rutschige Rasen tat sein Übriges. Argjend Idrizi (57.) und Leo Welter (77.) hätten für Andernach erhöhen können, auf der anderen Seite näherte sich Löhr mit seinen Standards dem ersten Heimtreffer weiter an. „Ein drittes Tor hätte uns etwas mehr Sicherheit gegeben, aber der Gegner hat nie aufgegeben und alles versucht“, räumte SG-Trainer Kim Kossmann ein. „Das Wetter war über 90 Minuten katastrophal. Von daher bin ich zufrieden.“ Sein Pendant richtete das Augenmerk auf das nächste Wochenende, wenn die Partie bei der Reserve von Eintracht Trier ansteht. „Ich habe einige positive Ansatzpunkte bei uns gesehen“, erklärte Foroutan. „Wir werden es dort erneut versuchen.“
TuS Mayen: Dominik Klein, Kaan Öztürk, Tim Oliver Gilles, Marcel Löhr, Leon Kohlhaas, Tim Krechel (64. Calvin Müller), Leon Kryeziu, Artur Kurogjan (64. Yannik Schneider), André Röser (75. Tyler Öztürk), Arben Sejdija (46. Mohamad Dido), Kevin de Jesus Francis Cabello (64. Fabian Müllen).
SG 99 Andernach: Jannis Koch, Aaron Luis de Abreu, Leon Schmitz, Benjamin Saftig, Jan Engels (82. Linus Wingenbach), Alexis Weidenbach, Filip Reintges, Argjend Idrizi (61. Leo Welter), Gian Luca Dolon (73. Drilon Demiraj), Adam Lemghar (61. Max Blohm), Philipp Pitkowski (90. Drinor Demiraj).
Schiedsrichter: Marek Rosswinkel (Prüm).
Zuschauer: 75.
Tore: 0:1 Philipp Pitkowski (16.), 0:2 Filip Reintges (24.).
Nächste Aufgabe für den TuS Mayen: am Sonntag, 1. November, um 15.30 Uhr beim SV Eintracht Trier II.
Nächste Aufgabe für die SG 99 Andernach: am Freitag, 30. Oktober, um 20 Uhr beim FSV Trier-Tarforst. (SK)
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Nikolai Foroutan, beim TuS Mayen Trainer und Sportlicher Leiter in Personalunion, ist in der momentanen Situation wahrlich nicht zu beneiden. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz