Allgemeine Berichte | 13.06.2014

Hans Georg Bach und Michael Kremer wurden zu ständigen Diakonen geweiht

Sich in Liebe den Nächsten zuwenden

Die Heiligenlitanei, Bestandteil der Weihezeremonie zum ständigen Diakon, beten Michael Kremer (links) und Hans Georg Bach im Liegen.  Privat

Trier. „Als Person und amtlich immer und überall kundzutun: Gott hat Christus im Tod gerettet und verwandelt - das wird mein kirchlicher Auftrag sein.“ Mit diesen Worten beschreibt Michael Kremer seine künftige Tätigkeit als ständiger Diakon. Zusammen mit Hans Georg Bach ist Kremer von Bischof Dr. Stephan Ackermann im Trierer Dom geweiht worden. Damit gibt es im Bistum Trier 197 Diakone, von denen 166 aktiv im Dienst sind. 120 sind Diakon mit Zivilberuf, 46 üben das Amt des Diakons hauptberuflich aus. Gerade die Diakone seien Menschen, die „Kirche im Nahbereich repräsentieren“, erklärte Bischof Ackermann in seiner Ansprache.

Dabei bezog er sich auf die jüngsten Ergebnisse einer Umfrage der Evangelischen Kirche unter ihren Mitgliedern. Die Mehrheit der Gläubigen hatte angegeben, Kirche vor allem durch die Menschen vor Ort zu kennen und weniger aus den Medien.

Das gelte auch für die katholischen Christen, die „weniger spektakuläre Figuren brauchen, als Menschen, die aufmerksam und da sind, die zuhören und mit ihnen sprechen“, führte der Bischof aus. Man stehe vor Herausforderungen, die angesichts großer Seelsorgebereiche und geringerer Seelsorgerzahlen „dornige Fragen“ aufwerfen. Tröstlich könnten Lesung und Evangelium vom Tag wirken. Im Schlusskapitel der Apostelgeschichte werde die einfache Wohnung des Paulus beschrieben, in der er in Rom unter Hausarrest lebt, von der aus sich das Evangelium aber dennoch weiter verbreitet. Die wiederholte Aufforderung Jesu an Petrus zur Nachfolge am Ende des Johannesevangeliums deute darauf hin, dass „Petrus erst seinen Weg mit Jesus gehen musste, um verstehen zu können, was Nachfolge Christi wirklich bedeutet“.

Ähnlich sei es wohl auch bei den beiden Weihekandidaten gewesen, sagte der Bischof. Sie hätten den Ruf Christi gehört, immer wieder einen anderen Klang vernommen, ihn überprüft und sich schließlich für den Weg in die Nachfolge entschieden. Ackermann ermunterte die beiden Diakone, „immer wieder neu auf diesen Ruf zu hören“.

Hans Georg Bach und Michael Kremer wollen „wachsam sein für diejenigen in der Gemeinde, die materiell bedürftig sind und geistige und spirituelle Not leiden“.

Entsprechend ihrem Weihespruch „Ich habe euch ein Beispiel gegeben“ werden sie, wie es Bach formuliert, „das eigene Leben an Jesus ausrichten und uns in Liebe dem Nächsten zuwenden“. Der in Nachtsheim im Kreis Mayen-Koblenz lebende Hans Georg Bach, dreifacher Vater, Opa und ehemaliger Berufssoldat, wird diese Aufgabe in der Pfarreiengemeinschaft Langenfeld erfüllen.

Michael Kremer, ursprünglich aus dem Bistum Mainz, Vater von sechs Kindern und hauptberuflich Religionslehrer in der Berufsschule Neuwied, wird das Seelsorgeteam von Heimbach-Weis, Engers, Gladbach und Block unterstützen.

Gefragt nach seiner Motivation antwortet Bach, er wolle mit seiner Weihe deutliche Zeichen setzen, „ein Zeichen zu mehr Nähe im Glauben, zu mehr christlicher Nächstenliebe, ein Zeichen zu weniger Egoismus“.

Informationen über die Ausbildung und das Berufsbild des ständigen Diakons gibt es unter www.diakonat.bistum-trier.de oder beim Bischöflichen Beauftragten für den Ständigen Diakonat, Diakon Dr. Ernst Schneck, Bischöfliches Generalvikariat Trier, Tel. (06 51) 71 05 -1 30; E-Mail: ernst.schneck@bgv-trier.de.

Die Heiligenlitanei, Bestandteil der Weihezeremonie zum ständigen Diakon, beten Michael Kremer (links) und Hans Georg Bach im Liegen. Foto: Privat

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