Beliebte Florians-Schutzhütte wurde total erneuert
Traumhafte Rast am „Vier Berge“-Traumpfad
Hölzernes Kleinod auf des Lembergs Höhen mit fantastischer Aussicht
Ettringen. „Diese Florianshütte ist ein neuer Mosaikstein für unsere schöne Heimat“, so Ettringens Ortschef Werner Spitzley bei der Begrüßung der Gäste, die kürzlich zur Einweihung auf die Höhen des Lemberges geklettert waren. Das kleine, aber feine hölzerne Bauwerk als Raststätte, und vor allen Dingen die berauschende Aussicht in das Tal der Nette, mit Blick bis Kirchwald oder gar Kürrenberg sind es wert hier „Halt“ zu machen. Eine rustikale hölzerne Liege lädt dabei müde Wanderer zum Ausruhen ein. Dieses Werk entstand sozusagen in Verbandsgemeinden übergreifender Zusammenarbeit. Da hatte die Ortsgemeinde Ettringen nämlich die VG Vordereifel, die VG Mendig, und die Wirtschaftsförderung des Landkreises (WFG) mit im Boot. 50 Prozent der Gesamtkosten von 4.900 Euro trug die WFG, 1.000 Euro steuerten die VG Mendig, deren Traumpfad „Vier Berge Tour“ dieses Areal streift, und 500 Euro die Kreissparkasse Mayen bei. Die Restkosten trug die Ortsgemeinde Ettringen. Wer seine Heimat liebt, der tut man auch einiges dafür. Dies war auch schon die Prämisse, als die Männer der Ettringer Feuerwehr vor vier Jahrzehnten mit dem Bau der „Florianshütte“ begannen. Und wenn man einmal die im Holz eingeritzten Namen und Liebesschwüre von Pärchen, die hier verweilten und glückliche Stunden verbrachten, zählte, dann stellte man fest: Tausende von Besuchern der Region suchten über all die Jahre im Innern der Hütte Schutz vor Wind und Wetter, und vergnügten sich in den warmen Sommermonaten an dieser idyllischen Stätte. Doch wie das so ist im Laufe der Jahre. Der Zahn der Zeit nagte fort und fort an dem kleinen Bauwerk. Dazu kam die fatale Zerstörung durch den Orkan Xynthia, nach dem die Hütte sprichwörtlich ihre „Standfestigkeit“ verlor. Was war zu tun? Die Ortsgemeinde Ettringen musste reagieren, damit sich keiner der Wanderer verletzen würde. Über kurze Wege sollte ein „Neubau“ realisiert werden. Doch zuvor waren noch einige „Hürden“ zu bewältigen. So mussten Bestimmungen in Punkto Naturschutz eingehalten werden. Und das geplante Plateau zum Tal hin konnte nicht realisiert werden. „Aber durch die große Hilfe der Kreisverwaltung haben wir den tollen Neubau geschafft“, freute sich Werner Spitzley. Mit Unterstützung der oben genannten „Nothelfer“ entstand, nach Erteilung der Baugenehmigung, ein nagelneues Schmuckstück aus Douglasien-Holz, meisterhaft von den Fachleuten der Komm-aktiv konzipiert und gebaut. „Wir benötigten circa acht Wochen, um die Einzelteile zu bauen, eine Probeaufstellung in unserer Werkstätte durchzuführen, um die Hütte dann letztendlich an ihrem neuen Standort zu platzieren“, informierte Komm-aktiv-Chef, Werner Schneider „Blick-aktuell“. Geschälte und geschliffene Balken, die dann im Blockhaus-Stil nach dem System Nute und Zapfen zusammengefügt wurden. Das Ganze in der Größe 3,5 mal 3,5 Meter, mit einer Firsthöhe von ebenfalls 3,5 Metern. Im Inneren mit Bänken an drei Wandungen versehen. Schön ist´s geworden, ein richtiges Schmuckstück, und die Grillstelle ist auch wieder mit eingebunden. Alles riecht nach frischem, kernigen Holz, fachmännisch gezimmert von Spezialisten. Eine Hütte, die sicherlich wieder einige Jahrzehnte überdauern wird. Darüber freuten sich natürlich außer Ettringens OB Werner Spitzley auch die Bürgermeister Gerd Heilmann (VG Vordereifel) und Jörg Lemperz (VG Mendig), der mit seinem Spezialisten in Sachen „Traumpfaden“, Frank Neideck, anwesend war. Alle waren sich jedenfalls bei der „Fertigstellung“ einig: „Hier ist wieder etwas tolles für unser aller Heimat bewirkt worden. Nun, die Wanderer sowie die Naturfreunde aus nah und fern, die den vorbeiführenden Traumpfad „Vier-Berge-Tour“ ausgewählt haben, werden es zu schätzen wissen. Die heimatliebenden Chefs der Kommunen: Spitzley, Heilmann und Lempertz brachten es in ihren schwärmerischen Grußworten auf den Punkt: „Auch dieses kleine Bauwerk kann man wieder als eines der Kleinode bezeichnen, die unsere Wanderwege attraktiv machen, die uns dafür fit machen, das wir auch im Bereich des Tourismus nach vorne blicken können. Die tolle Aussicht belohnt jeden Wanderer für den Anstieg. Diese neue Hütte, eine von fünf Hütten, neben der Hochsimmerhütte, dem Jägerhäuschen, der Historischen Lay, und Trimm-Dich-Pfad, macht unsere Heimat noch ein Stückchen wertvoller“, so die drei Politiker zu „Blick aktuell“. Genau so wertvoll wie der von KSK Filialleiterin, Stefanie Schwall, überreichte große Scheck über 500 Euro sowie die Arbeit der fleißigen „Guten Geister“ der Ortsgemeinde Ettringen und die der Holzprofis der Komm- aktiv. Klar, das anschließend noch von Werner Spitzley, der allen Beteiligten seinen Dank aussprach, zum urigen „Viertelchen“ eingeladen wurde.
Beim Richtfest kamen viele Gäste zur neuen Florianshütte, um das gelungene Werk in Augenschein zu nehmenden. Über die großzügige Spende der Kreissparkasse Mayen freuten sich die drei Bürgermeister Jörg Lempertz (VG Mendig) (r.), Werner Spitzley (Ettringen) (3.v.r.) und Gerd Heilmann (VG Vordereifel) (5.v.r.). Foto: BS
