Dokumentation über Schriftkunst im Mendiger Lava-Dome
Über die Kunst, eine Schrift zu entwickeln
aus Mendig
Mendig. Eine filmische Dokumentation, die das Leben und Wirken des außergewöhnlichen Schrift- und Buchkünstler-Ehepaares Gudrun Zapf von Hesse und Hermann Zapf nachzeichnet, wurde jetzt, präsentiert von „KulturVereint“ in Kooperation mit der VG Mendig und der Stadt Mendig, im Lava-Dome gezeigt.
Hermann Zapf (1918-2015) und seine Ehefrau Gudrun Zapf von Hesse (1918-2019) gehören zu den renommiertesten Typografen und Kalligrafen.
Hermann Zapf entwarf über 200 Schriften, unter anderem Optima und Palatino.
Darüber hinaus gestaltete er Motive für Briefmarken und Buchdesigns für bekannte Verlage. Seine Frau Gudrun, die eine eigene Buchbindewerkstatt führte, entwickelte ebenfalls Schriften, die auch heute noch genutzt werden. Die sehr aufwendig produzierte Dokumentation wurde 2018 im Gutenberg-Museum in Mainz uraufgeführt. Neben einer weiteren Aufführung in Darmstadt wurde die Doku nicht mehr öffentlich gezeigt, bis jetzt in Mendig.
Hintergrund: Georg Grabkowsky aus Mayen, Neffe von Gudrun Zapf von Hesse, zeigte den Film bei einem Treffen des Rotary Club Mayen. Aus den Reihen der Rotarier gab es die Anregung an „KulturVereint“, die Dokumentation doch öffentlich vorzuführen. Ein Film, der in rund einer Stunde unter anderem eindrucksvoll bewies, welch hohe Kunst und Kreativität sich hinter Schriften verbirgt, die heute in Computer-Schreibprogrammen hinterlegt sind. Fazit: „Alphabet Magic“ ist die Dokumentation eines Lebenswerks, das in Gegenwart und Zukunft nachwirkt.
Georg Grabkowsky führte in die Dokumentation „Alphabet Magic“ ein, die das Leben und Wirken von Georg Zapf und Gudrun Zapf von Hesse nachzeichnet. Foto: Stefan Pauly/VG Mendig