Allgemeine Berichte | 07.06.2015, 11:30 Uhr

LIFE-Projekt „Schutz und Pflege von Wacholderheiden der Osteifel“

Wacholderbabys sollen besser geschützt werden

Besucher werden gebeten, die Pfähle nicht zu entfernen und die geschützten Heideflächen nicht zu betreten

Die Jungpflanzen wurden mit gut sichtbaren Holzpfählen markiert. Privat
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Arft. Als im Jahr 2005 das von der EU und dem Land Rheinland-Pfalz geförderte LIFE-Projekt „Schutz und Pflege von Wacholderheiden der Osteifel“ startete, gab es im gesamten Heidegebiet nur noch drei Jungwacholder. Mit großer Freude beobachteten die freiwilligen Naturschützer der Wacholderwacht Osteifel seitdem, wie sich nach der Freistellung der immergrüne Charakterbaum Jahr für Jahr verjüngt. Um die Heideflächen offen zu halten, werden sie regelmäßig vom Wanderschäfer Gerhard Degen aus Kirchwald mit seiner gemischten Schaf-Ziegenherde beweidet. Zusätzlich kommen insbesondere in den Wintermonaten Spezialmaschinen zum Einsatz, um einer neuerlichen Verbuschung vorzubeugen. Doch diese in zehn Jahren bewährte Methode hat auch eine Schattenseite. Der Maschinenführer kann von seiner erhöhten Sitzposition unmöglich die nur wenige Zentimeter hohen „Wacholderbabys“ erkennen. Im Gegensatz zu den Weidetieren, die die stacheligen Jungtriebe verschmähen, macht die Maschine diesen feinen Unterschied nicht. Die jungen Wacholder überleben diese Tabula-Rasa-Methode meistens nicht. Um die Standorte der Jungpflanzen besser zu schützen, hat die Wacholderwacht begonnen, diese mit gut sichtbaren Holzpfählen zu markieren. Wenn die kleinen Wacholderbäumchen groß genug sind, um nicht mehr übersehen zu werden, sollen diese Markierungen wieder entfernt werden. Die ehrenamtlich durchgeführten Markierungsarbeiten sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein. Um den Erfolg dieser Maßnahme nicht zu gefährden, bittet die Wacholderwacht Osteifel alle Besucher der Heide, die Pfähle nicht zu entfernen und die geschützten Heideflächen nicht zu betreten. Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass die Entnahme von Pflanzen im Naturschutzgebiet strafbar ist, und appelliert an den gesunden Menschenverstand aller Naturliebhaber. Die Jungwacholder sind bestens an die Bodenbeschaffenheit und an das Mikroklima der Hohen Eifel angepasst. Hier können sie gut 200 Jahre alt werden. Im privaten Vorgarten ist ihre Lebenserwartung dagegen eher begrenzt.Pressemitteilung

Wacholderwacht Osteifel

Die Jungpflanzen wurden mit gut sichtbaren Holzpfählen markiert. Foto: Privat

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