Weniger Komasäufer im Kreis Mayen-Koblenz
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“
DAK-Gesundheit veröffentlicht Zusammenfassung von Rheinland-Pfalz
Mayen. Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. Im Kreis Mayen-Koblenz ging die Zahl jugendlicher Komasäufer allerdings zurück. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 85 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen hier im Vergleich zu 2011 um 5,56 Prozent ab.
In der Altersgruppe der zehn- bis 15-Jährigen mussten 14 Kinder in einer Klinik behandelt werden. „Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist eine langfristig positive Entwicklung“, sagt Jürgen Wilhelm von der DAK-Gesundheit Mayen. „Seit 2000 haben die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen landesweit um 191 Prozent zugenommen.“ In der jungen Altersgruppe (zehn bis 15 Jahre) landeten 2012 zum Beispiel 232 Kinder und Jugendliche im Krankenhaus. Das waren gegenüber dem Vorjahr neun Prozent mehr. Die Zahl der betroffenen Jungen war mit 120 Fällen höher als bei den Mädchen mit 112 Behandlungen.
52.000 Schüler bekennen Farbe
Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die Krankenkasse DAK-Gesundheit jetzt zum fünften Mal ihre Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Bundesweit werden mehr als 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, davon zahlreiche Schulen in der Region Vulkaneifel. Als Schirmherr unterstützt Sozialminister Alexander Schweitzer die
Aktion. Auch die erfolgreiche Band „Luxuslärm“ beteiligt sich an der Kampagne. Seit 2010 wurden beim mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb „bunt statt blau“ bereits 52.000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen. „Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig“, so Jürgen Wilhelm. „Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen.“
DAK-Pressemitteilung
