Zahlreiche Ehrungen bei der Feuerwehr in Meckenheim - Mehr als 200 Gäste kamen zum Kameradschaftstag 2015
3172 Stunden Hilfe und Unterstützung für die Allgemeinheit gewährt
Meckenheim. Über mehr als 200 Gäste und Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet Meckenheim konnte sich Stadtwehrleiter Günter Wiegershaus beim diesjährigen Kameradschaftsabend freuen. Rund 200 Mitglieder der aktiven Wehr, der Ehrenabteilung sowie der Jugendfeuerwehr hatten den Weg in die Mehrzweckhalle nach Altendorf gefunden, wo Günter Wiegershaus unter anderem Bürgermeister Bert Spilles sowie Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg begrüßen konnte. Ein besonderer Dank galt auch den Feuerwehrkameraden aus Rheinbach, welche an diesem Abend die Einsatzbereitschaft übernommen hatten. Zu den zahlreichen Ehrengästen aus dem Rhein-Sieg-Kreis gesellten sich auch der Kreisbrandmeister aus dem Kreis Ahrweiler, Udo Schumacher sowie die Wehrführer aus der Stadt Bad Neuenahr und der Grafschaft, ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit der Wehren über die Landesgrenzen hinweg. Wobei diese Zusammenarbeit durchaus nicht nur bei den jüngsten Großbränden gefragt war, denn insgesamt leisteten die Wehren in Meckenheim, Merl, Lüftelberg und Altendorf-Ersdorf im vergangenen Jahr 3172 Stunden an Hilfe und Unterstützungsleistungen.
Davon waren nur 26 Brandeinsätze, dafür musste man aber 201 Mal zu technischen Hilfeleistungen ausrücken, alleine 37 Mal musste man Öl beseitigen nach Unfällen und bei fünf Einsätzen galt es, mit der Rettungsschere eingeklemmte Personen zu retten. Auch mehr oder minder große Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen beschäftigten die Wehr, Brandwachen waren notwendig und es galt auch, einen Verletzten zu beklagen, was angesichts der Vielzahl der Einsätze sehr wenig ist, aber dann doch einer zu viel.
Lehrgänge erfolgreich abgeschlossen
Damit diese Zahl möglichst bei null liegt, wurden zahlreiche Übungen in Theorie und Praxis absolviert. Und so konnte Günter Wiegershaus auch für erfolgreich absolvierte Lehrgänge Zeugnisse verteilen: Die Prüfung als Maschinist haben Stefan Heck und Oliver Fischer erfolgreich absolviert, den ABC-Lehrgang Nicolas Vogel und Philipp Nettekoven. Gleich vier Feuerwehrleute ließen sich zum Funker ausbilden, Michael Neumann, Tobias Selz, Marvin Hecker und Julian Latz.
Sehr stolz ist man bei der Meckenheimer Feuerwehr auf die erfolgreiche Ausbildung der Jugend. So konnten wieder zahlreiche Mitglieder der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen werden. Zum Feuerwehrmann- bzw. Frau wurden ernannt: Philipp Schoenenberg, Johannes Flossdorf, Tim Staubach, Jonas Mecke, Marcel Rechburg, Christian Dewald, Robert Wiese, Nikolas Lenders, Florian Ziegler, Stefan Fahrenbruch. Zu Oberwehrfrauen wurden Christina Schwenders, Sarah Wiegershaus und Eva Flossdorf befördert. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Michael Bunert, Julian Latz, Ali Rabih, Marvin Hecker, Salah Farah und Patrick Berreßem ernannt. Frank Gilles wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert und Michael Neumann, Oliver Fischer, Benjamin Brühl und Fabian Althoff erhielten die Ernennung zum Unterbrandmeister. Zum Brandmeister wurde Adrian Dunkelberg und zum Hauptbrandmeister Detlef Behrens ernannt. Zum Brandinspektor wurde Volker Herr und zum Brandoberinspektor wurden Ralph Wildenauer und Andre Hahnenberg ernannt. Hans-Peter Heinrichs wurde als Stadtjungendfeuerwehrwart entpflichtet. Neu übernimmt diese Position Alexander Krauss. In die Ehrenabteilung wurden Fritz Manner und Michael Büttgen verabschiedet, die der Wehr seit 1972 beziehungsweise seit 1969 angehören.
Mit dem Feuerwehrabzeichen in Silber für 25 Jahre wurde Thomas Arndt geehrt. Das Feuerwehrabzeichen in Gold für 35 Jahre erhielt Christoph Rehn. Neben den Glückwünschen gab es auch die Urkunde des Innenministers sowie ein Weinpräsent.
Aber auch in der Ehrenabteilung wird die Kameradschaft gepflegt und mancher hat weit mehr als die Hälfte seines Lebens bei der Feuerwehr gedient. So gab es eine Sonderauszeichnung für 50 Jahre Mitgliedschaft für Karl-Heinz-Mewes, Manfred Gabel und Anton Dick. Für 60 Jahre wurde Josef Heinrichs geehrt. Ausgezeichnet für 70 Jahre wurden Heinz Schmitz und Franz Gottschalk.
Zusammenarbeit ist notwendig
In seiner Rede dankte Bürgermeister Bert Spilles allen Floriansjüngern für ihren Einsatz und betonte, dass die Politik dieses Engagement sehe und auch würdige. So sind im laufenden Haushalt auch die Gelder für einen neuen Rüstwagen in Meckenheim eingestellt, aber auch die Kosten für die Hepatitis-Impfungen der Feuerwehrleute.
Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg ging auf die größer werdenden Schwierigkeiten für die Wehren ein, wie die Vereinbarkeit des Dienstes mit der Arbeit und der Familie sowie der Notwendigkeit der Tagesverfügbarkeit.
Er begrüßte es daher sehr, das Kommunen auch Feuerwehrleute einstellten, da diese auch um die Notwendigkeiten der Einsätze wüssten.
Aber er ging auch auf die jüngsten Großbrände in Meckenheim in diesem Jahr ein und forderte auf, einmal darüber nachzudenken, wenn diese noch größer geworden wären. Er betonte, dass es bei Katastrophen eine Notwendigkeit der Zusammenarbeit gebe, denn er habe als Kreisbrandmeister in Siegburg ja keine eigene Wehr, sondern die kommunalen Wehren müssen dann zusammenarbeiten. Und er erinnerte an die Stürme des vergangenen Jahres, als innerhalb weniger Stunden teilweise eine vierstellige Anzahl an Notfällen gemeldet wurde.
Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit.
