Meckenheimer Geschichte Teil 2 im Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum e. V.
8.000 Jahre Siedlungsgeschichte
Zwei 2. Klassen der KGS Merl haben das Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum e. V. besucht
Meckenheim. Zwei Klassen der katholischen Grundschule Merl, die 2a und die 2b, waren zu Gast im Meckenheimer Stadtmuseum. Es war bereits der zweite Teil einer Unterrichtseinheit über 8.000 Jahre Meckenheimer Siedlungsgeschichte. Deren erster Teil über die ersten Siedler, die Bandkeramiker, hatte bereits im Klassenraum stattgefunden. Weiter ging es um die Zeit der Römer und Franken in Meckenheim, das Mittelalter und die Neuzeit. Zahlreiche Funde aus Meckenheimer Erde wurden bestaunt und auf Karten ihren Fundorten zugeordnet.
„Grabt mal in eurem Garten zu Hause, vielleicht findet ihr was aus alter Zeit“; diesen nicht ganz ernst gemeinten Rat gab ihnen Dr. Jörg Köpke, den die Schüler bereits aus dem Schulunterricht kannten. Aus den bekannten Persönlichkeiten Meckenheims wählte Köpke Johann Adam Schall von Bell und Königin Richeza aus und schilderte deren spannendes Leben. Im Trauungszimmer des Herrenhauses erklärte er die Zeremonie einer Eheschließung an eben diesem Ort, was vor allem bei den Mädchen auf lebhaftes Interesse stieß.
Nach einer Pause und Stärkung mit frischgebackenem Dinkelbrot und Haselnüssen mit Rosinen im Museumscafé machte Hans Frank die Schülerinnen und Schüler mit der weiteren Entwicklung des landwirtschaftlich geprägten Meckenheims vertraut. Sehr anschaulich vermochte er es, den Kindern den Betrieb eines Bauernhofes über die Jahrhunderte zu erklären: von der Dreifelderwirtschaft über die Ernte und Verarbeitung des Getreides, von der Erfindung des Kummets, wodurch Pferde im Hochmittelalter die Ochsen als Zugtiere ablösten, bis hin zur Düngung der Felder mit Guam aus Chile und letztendlich der Einführung der Dampfmaschine in die bäuerliche Arbeitswelt. Den Abschluss bildete ein Blick auf Meckenheim in der Gegenwart.
Beim Abschied erklärten einige Mädchen und Jungen, es sei sehr spannend gewesen und sie würden gerne wiederkommen, mit ihren Eltern.
KGS Merl Kl. 2a und 2b.Fotos: Privat
Dr. Jörg Köpke erklärt römisches Ochsengespann.
Hans Frank lässt ein Kummet „begreifen“.
