Entwicklung des Einkaufsstandorts Meckenheim
Baumarkt und was sonst noch?
SPD-Fraktion im Stadtrat sieht Chancen für weitere Einzelhandelsansiedlungen
Meckenheim. „Die Schließung des Toom-Baumarkts am Neuen Markt ist sicherlich eine schlechte Nachricht für den Einkaufsstandort Meckenheim“, so SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Brigitte Kuchta. „Andererseits ist es allein Sache von Gebäudeeigentümer und Mieter zu entscheiden, zu welchen Konditionen eine Immobilie vermietet und gemietet wird, denn so funktioniert Marktwirtschaft nun einmal.“
Das Aus für den Meckenheimer Baumarkt kommt für die SPD-Fraktion indessen nicht ganz überraschend; denn schon das vor Jahren erstellte Einzelhandelsgutachten für Meckenheim ging davon aus, dass der vergleichsweise kleine Baumarkt mit seinem beschränkten Waren- und Platzangebot auf Dauer mit den großen Märkten in den Nachbarkommunen nicht würde mithalten können. Seit Vorliegen des Einzelhandelsgutachtens hat die SPD-Fraktion deshalb wiederholt im zuständigen Ausschuss darauf gedrungen, dass nicht nur die im Gutachten als positiv bewertete Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes im Steinbüchel verfolgt wird, sondern auch ein alternativer Standort für einen Baumarkt in die Überlegungen zur Stadtentwicklung einbezogen wird. Klar ist allerdings schon jetzt, dass in den bestehenden Baugebieten kein Angebot für den enormen Raum- und Parkplatzbedarf eines modernen Baumarkts mit umfassendem Warenangebot gemacht werden kann. Die SPD-Fraktion hat deshalb mehrfach darum gebeten, im Rahmen der Planung für die Erweiterung des Unternehmerparks Kottenforst zu prüfen, ob dort ein Baumarkt in Übereinstimmung mit den Zielen des Bebauungsplans realisiert werden kann. „Hierüber wird im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens zu sprechen sein; klar ist aber auch hier, dass ein potenzieller Investor sehr genau prüfen würde, ob sich ein weiterer Baumarkt zwischen Bonn und Rheinbach für ihn rechnet“, so Rolf Engelhardt, Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss. Obwohl die Einzelhandelsgeschäfte in Meckenheim lediglich Anteile eines vollständigen Baumarktangebots anbieten, empfiehlt die SPD-Fraktion, die Einkaufsalternativen in der Stadt zu nutzen und nicht für jeden Artikel in die Nachbargemeinden zu fahren.
Auch wenn mit dem Weggang des Baumarktes kein Leerstand verbunden ist, so bestätigt er doch die Sorgen der Meckenheimer SPD um die Zukunft des Neuen Marktes. Die SPD-Vorsitzende Erdmute Rebhan: „Großflächige Leerstände wie am Neuen Markt schaden einem Einzelhandelsstandort und können von der Politik nicht ignoriert werden.“ Deshalb wird die SPD das Frühlingsfest nutzen, um die Bedürfnisse der Kunden zu erfragen. Und die SPD-Vorsitzende verspricht, dass die SPD das Umfrageergebnis ernst nehmen und in konkrete Initiativen umsetzen wird.
Pressemitteilung der
SPD-Fraktion im Rat
der Stadt Meckenheim
