Allgemeine Berichte | 06.02.2013

Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG zieht erfreuliche Jahresbilanz

Bilanzsumme um 1,4 Prozent gesteigert

Das Vorstandsduo der Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG, Vorstandsvorsitzender Heinz Haubrichs (rechts) und Vorstand Burkhard Kraus (links), blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. 2012 wurde auch die neue Geschäftsstelle in Euskirchen-Stotzheim bezogen, die rund um den alten Tresorraum errichtet wurde. VJ

Rheinbach/Euskirchen-Stotzheim. Auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2012 blickten die Vorstandsmitglieder Heinz Haubrichs und Burkhard Kraus in der Bilanzpressekonferenz der Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG zurück. Die Bilanzsumme ist nach ihren Angaben um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 759 Millionen Euro gewachsen, im vierten Jahr in Folge habe man das Ergebnis steigern können. „Die Bank hat sich in einem schwierigen Umfeld gut behauptet“ berichtete Vorstandssprecher Heinz Haubrichs, „ein besonderer Dank dafür gebührt den 196 Mitarbeitern der Bank.“ Die 22.015 Mitglieder der Genossenschaft können sich auf eine unveränderte Dividende von sechs Prozent freuen, zumindest wird das der Vorstand dem Aufsichtsrat vorschlagen.

Kunden steigern die Einlagen

Die Einlagen der Kunden bei der Bank seien in 2012 um 13,1 Millionen Euro oder 2,34 Prozent auf 575 Millionen Euro gestiegen. Zusammen mit den Geldanlagen, die die Kunden der Bank im genossenschaftlichen Finanz-Verbund unterhalten (Wertpapiere, Fonds, Lebensversicherungen und Bausparverträge), betreue die Bank ein Einlagenvolumen von 936 Millionen Euro, was einer Steigerung um 3,91 Prozent entspreche.

Das von der Bank betreute Kreditvolumen an die Kunden nahm um insgesamt 13,5 Millionen Euro oder 2,15 Prozent auf 639 Millionen Euro zu. Ausschlaggebend dafür war vor allem die Entwicklung im Baufinanzierungsbereich mit einem Plus von 10,2 Prozent. „Wir legen sehr großen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter und investieren kontinuierlich in unsere Service- und Beratungsqualität. Denn nur, wer seine Immobilie oder sein Bauvorhaben richtig finanziert, kann unbeschwert in die Zukunft schauen und neue Pläne schmieden“, war Haubrichs überzeugt.

Gefragte Meckenheimer Sonnenseite

Doch nicht die hochwertige Beratung allein sei für diesen Erfolg verantwortlich. Einen weiteren sehr großen Beitrag hierzu habe das neue Baugebiet in Meckenheim geleistet. In der „Meckenheimer Sonnenseite“ konnten binnen gerade einmal zehn Monaten 83 Grundstücke für freistehende Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften verkauft werden, die nunmehr sukzessive bebaut werden. Auch in Zukunft soll auf das Baufinanzierungsgeschäft gesetzt werden. „Zudem sind wir als Genossenschaftsbank vor allem dem Mittelstand verpflichtet“, erklärte Burkhard Kraus.

Künftig wolle die Raiffeisenbank auch ihre Kompetenzen im Agrarbereich weiter ausbauen, so Kraus weiter. Die historische Verbindung zwischen der Landwirtschaft und der Raiffeisenbank solle durch spezielle Berater und Produkte noch attraktiver für die Kunden und Landwirte der Region werden. „Denn man darf nicht vergessen: Die Beratung, Betreuung und Unterstützung der Landwirtschaft sind der Ursprung der Genossenschaftsidee Friedrich-Wilhelm Raiffeisens“, so Kraus. Aus diesem Grund habe die Bank im Laufe des vergangenen Jahres ein Agrarkompetenzzentrum eingerichtet, welches mit drei kompetenten Personen auch qualitativ hochkarätig besetzt ist.

Regionalität, Vertrauen und Sicherheit

Dass die Werte Regionalität, Vertrauen und Sicherheit, auf denen das Geschäftsmodell und die Leitlinien der Volks- und Raiffeisenbanken basierten, von ihren Kunden besonders geschätzt würden, dokumentiere sich in der positiven Entwicklung. Die sicherheitsorientierte und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik mit der positiven Ertragslage erweise sich erneut als krisenfest und nachhaltig. „Bei uns steht die ganzheitliche und nachhaltige Beratung im Vordergrund“, verriet Haubrichs das Geheimnis.

Die Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG konnte aber nicht nur in Bezug auf die Entwicklung der Kundenvolumina sehr zufrieden sein, auch die Ertragslage des Jahres 2012 ist ein Grund für die Zufriedenheit der Bankvorstände. Die Zins- und Provisionsüberschüsse waren erneut leicht rückläufig, während die Verwaltungskosten nahezu konstant blieben. Da bei den Ausleihungen und den Eigenanlagen der Bank keine nennenswerten Risiken zu verzeichnen waren, konnte der Überschuss vor Steuern gegenüber 2011 sogar noch einmal leicht gesteigert werden. Somit verfügt die Bank über eine solide Eigenkapitalbasis und erfüllt bereits heute die ab 2019 geltenden strengeren Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute.

Alter Tresorraum wurde erhalten

Die Bilanzpressekonferenz fand übrigens in der neuen Geschäftsstelle in Euskirchen-Stotzheim statt, die das Institut im vergangenen Jahr bezogen hatte. Neben einer Apotheke und einem REWE-Markt mit 1600 Quadratmetern Verkaufsfläche bildet die Raiffeisenbank nun das neue Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum in Stotzheim rund um den Raiffeisenplatz. Das mehr als 30 Jahre alte Altgebäude habe man zwar komplett abgerissen, stehen blieb jedoch der alte Tresorraum, um den herum das neue Gebäude entstanden sei, berichtete Haubrichs schmunzelnd. „Der Tresorraum ist so gut wie unzerstörbar mit seinem massiven Stahlbeton, ein Abriss und Neubau wäre wesentlich teurer gekommen als die Weiterverwendung.“ Diese Entscheidung zeuge schließlich auch vom enormen Kostenbewusstsein beim Bau des neuen Gebäudekomplexes.

„Die Mitgestaltung und Verpflichtung gegenüber unserer Region, die Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern und Kunden sowie die wirtschaftliche Förderung unseres Umfelds werden weiterhin Ziel unseres Unternehmens sein“, so Heinz Haubrichs in der Jahrespressekonferenz. Dazu trage auch bei, dass das Kreditinstitut im vergangenen Jahr Gesamt 2,8 Millionen Euro an Steuern gezahlt habe, davon 1,4 Millionen an Gewerbesteuer. Darüber hinaus habe man an die 196 Mitarbeiter, davon 21 Auszubildende, insgesamt fast 8,9 Millionen Euro an Löhnen und Gehältern ausgezahlt, die zum ganz überwiegenden Teil der heimischen Wirtschaft zugutekämen. Nicht vergessen dürfe man auch, dass die Raiffeisenbank im vergangenen Jahr 105 20.000 Euro für gemeinnützige und wohltätige Zwecke gespendet habe.

Veränderungen im Vorstand

Sein besonderer Dank galt aber auch dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Hans-Willi Wiedenau, der immerhin 30 Jahre im Dienste der Raiffeisenbank gestanden habe. „Die Zusammenarbeit mit ihm war hervorragend, wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet“, bestätigte auch Kraus. Künftig wolle man jedoch mit einem zweiköpfigen Vorstand weiter arbeiten, zumal in den vergangenen Jahren die zweite Ebene sowohl quantitativ als auch qualitativ stark ausgebaut worden sei. Allerdings müsse man sich schon jetzt Gedanken machen, wer die Nachfolge des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Haubrichs antreten solle, der nach gut 30 Dienstjahren bei der Raiffeisenbank am 30. September 2014 in den wohlverdienten Ruhestand gehen möchte. VJ

Das Vorstandsduo der Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG, Vorstandsvorsitzender Heinz Haubrichs (rechts) und Vorstand Burkhard Kraus (links), blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. 2012 wurde auch die neue Geschäftsstelle in Euskirchen-Stotzheim bezogen, die rund um den alten Tresorraum errichtet wurde. Foto: VJ

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