Meckenheimer Bürgermeister Bert Spilles schält Spargel für den guten Zweck
Culinaria begeisterte Feinschmecker
Meckenheim. Petrus hatte pünktlich um 12 Uhr ein Einsehen mit den Meckenheimer Gastronomen am vergangenen Samstag, so dass der Eröffnung der Culinaria durch Bürgermeister Bert Spilles nichts im Weg stand. Erneut hatten sich elf Meckenheimer Betriebe aus Gastronomie und thematisch angrenzenden Betrieben zusammengetan, um dem Besucher einen Überblick über deren Leistungsstärke zu geben. Da war es dann auch kein Wunder, das auch der Verwaltungschef in seiner Ansprache schon bestens aufgelegt war und dies beim anschließenden Rundgang auch bei den einzelnen Ständen kundtat.
Besonders angetan war Bert Spilles allerdings auch darüber, dass die Culinaria in diesem Jahr auch genau am Endpunkt der Meckenheimer Servicewoche lag, denn nachdem in der Woche zuvor die Einzelhändler jeden Tag mit einer anderen Idee aufwarteten, zogen nun die Gastronomen nach. Aber was wäre so ein Markt ohne Besucher? Sah es am Anfang doch etwas mau aus, so waren nach kurzer Zeit die Besucherplätze und Zelte bestens besucht. Es war aber auch schwer. Zwar konnte jeder bereits im Vorfeld für 25 Euro einen Coupon erwerben und mal an jedem Stand etwas naschen, aber eigentlich musste jeder ohne Frühstück hingehen und sich dann durchprobieren.
Appetit auf mehr
Am ersten Stand servierte Otto Stangl, Wirt des Restaurants „Zum Fässchen“, unter anderem Riesengarnelen auf einem Paprikagemüse, was höchst delikat war und Appetit auf mehr machte. Am Stand von Obstbau Dallhausen vorbei, wo es zum Probieren unter anderem auch tolle Säfte gab, ging es zum Stand der Stadt Meckenheim. Dort gab es ein Glücksrad. Mit etwas Glück konnten die Besucher dort einen Apfelstecher gewinnen, was natürlich zum Logo der Stadt hervorragend passte. Weiter ging es zur Pizzeria La Grappa, die auf dem Kirchplatz sogar einen Pizzaofen aufgestellt hatte. Die leckeren Pizzen fanden hervorragenden Absatz.
So viel Essen macht durstig. Was lag also näher, als sich im Wawino einen guten Tropfen Wein zu genehmigen und mit dem einen oder anderen Besucher Konversation zu betreiben, denn Weintrinker sind meist gesellige Menschen, schließlich trinkt niemand seinen Wein gern allein. Diese Pause war auch dringend notwendig, denn die Metzgerei Effert hatte sich wieder zahlreiche Spezialitäten rund um das Thema Wild einfallen lassen, eine köstlicher als die andere. Auch eine gute Möglichkeit, mal das eine oder andere zu probieren.
Denn während Tierschützer und Gourmets sich darüber beklagen, dass in der Schweinemast viel zu viele Medikamente eingesetzt werden und die Haltung der Tiere auch unter ethischen Gesichtspunkten mitunter zweifelhaft ist, kann dies von Wild nicht gesagt werden. Bestes Muskelfleisch, garantiert ohne Antibiotika und Zusatzstoffe und frisch vom Jäger auf den Teller. Angesichts der Wildschweinplagen auch in unseren Breiten eine leckere Alternative. Neu dabei war das Team des Caterers Interludio, dieser präsentierte geschmorte Kalbsbäckchen mit Gnocchi und verschiedene Leckereien im Glas.
Toller Erdbeerkuchen
Dazwischen gab es natürlich noch den Stand der Konditorei Reichwein. Dort gab es nicht nur leckeres Eis, sondern vor allem auch tollen Erdbeerkuchen. Weiter ging es mit Panne & Vino, und da lockte Bella Italia. Ein riesiger Stapel Pfifferlinge, noch mehr Parmaschinken und all das, was uns mit Urlaub und leckerem Essen verbindet. Aber was wäre Meckenheim ohne seinen Grafschafter Goldsaft?
Und der kam ganz schön vielseitig daher, denn der Goldsaft ist viel mehr als nur ein leckerer Brotaufstrich. So lässt sich dieser wunderbar auch in der Küche bei Saucen und zum Backen verwenden und ist häufig ein idealer geschmackvoller Zuckerersatz.
Wer es bis hierhin geschafft hatte, der ging dann auch zur Edelobstbrennerei Brauweiler, denn hier gab es Obst in seiner besten und edelsten Form, nämlich als Destillat. Wobei auch hier auf Qualität großen Wert gelegt wird, denn die Brennerei kommt ohne Aromastoffe und künstliche Hilfsmittel aus. Die Qualität eines Obstlers entscheidet sich bereits in der Plantage, es benötigt gutes und reifes Obst, was einen hohen Zuckeranteil hat und vor allem Geschmack. Wo das im Obst fehlt, kann es auch nicht in die Flasche kommen (es sei denn mithilfe von künstlichen Aromastoffen). Danach ist der Brennmeister gefragt - und heraus kommen köstliche und genussvolle Brände, die dem Gaumen nur so schmeicheln. Kein Wunder, das bei der Qualität sogar die Bundesstadt Bonn ihren Beethovenbrand dort herstellen lässt. Am Sonntag gab es dann einen Spargelschälwettbewerb, wo unter anderem Bürgermeister Spilles sowie die Blütenkönigin Ilona Lubaschewski antraten. Es gab jede Menge Live-Musik. Der Meckenheimer Kirchplatz verwandelte sich bei der Culinaria in eine Piazza der Lebensfreude. Wer nicht dabei war, der hat richtig was verpasst. Was am Rande noch erwähnt werden muss, wären die sehr familienfreundlichen Preise, welche die Gastronomen aufgerufen hatten, so dass getrost jeder die Küche kalt lassen und mit der gesamten Familie zur Culinaria gehen konnte.
Bürgermeister Bert Spilles (2.v.l.) eröffnete feierlich die Culinaria.Fotos: StF
Fachsimpeln der Gastronomen über den Goldsaft.
Hier wird gerade eine leckere Pilzpfanne hergerichtet.
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