„Super-Mêlée“ des 1. Boule-Pétanque-Clubs Meckenheim
Das Cochonnet im Visier
Beim vereinsinternen Turnier kam aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz
Meckenheim. Jeder Frankreich-Urlauber kennt das: Man fährt in ein kleines Dorf, kommt zu einem pittoresken Dorfplatz, und plötzlich steht da ein Mann: leicht in den Knien federnd, in der einen Hand einen mehr oder weniger sauberen Lappen, in der anderen eine Stahlkugel. Er fixiert einen imaginären Punkt (in Wirklichkeit ist es eine kleine hölzerne Zielkugel, das „Cochonnet“) und wirft dann mit elegantem Schwung die Kugel. Die Zuschauer sind entweder begeistert (ist es „ihr“ Spieler) oder stöhnen (ist es der Gegner).
Genau diese Geschichte konnte man letztes Wochenende auf dem Boulodrome des 1. Boule-Pétanque-Clubs Meckenheim erleben. Trotz glühender Hitze trafen sich dort über 20 Mitglieder, um das sogenannte „Super-Mêlée“, ein vereinsinternes Turnier, durchzuführen. Nachdem die Zweier-Teams ausgelost waren, „ging es zur Sache“. Um jeden Zentimeter wurde gekämpft, und mehr als einmal musste genau nachgemessen werden. Der Schweiß floss in Strömen, und zwischen den Würfen suchte man schnell das kleinste Fleckchen Schatten auf. Nach den ersten beiden Runden kam dann allerdings auch die Geselligkeit zu ihrem Recht. Es wurde gegrillt, die mitgebrachten Salate waren im Nu alle, ebenso wie die selbstgebackenen Kuchen. Nur das von der letztjährigen Vereinsmeisterin gespendete Fässchen Bier wurde erst gar nicht geöffnet, ebenso wenig wie die Rotweinflaschen. Dafür wurde umso mehr den Mineralwässern zugesprochen.
Erst am späten Nachmittag standen die Sieger des Turniers fest: Andreas Lenkeit konnte sich gegenüber Bernadette Vianden und Etta Dietrich behaupten; strahlend nahmen sie ihren Preis in Form einer Flasche französischen Rotweins in Empfang.
Die glücklichen Sieger (v. l.): Bernadette Vianden, Andreas Lenkeit und Etta Dietrich.
