Von Schalbrettern, Gutachten und Schuld: Politik ging mit Bahnvertretern ins Gericht
Der Tunnel ist in einem Jahr fertig
Meckenheim. Das Gute zuerst: An der Bahnunterführung am Meckenheimer Bahnhof wird weitergearbeitet, und in einem Jahr sollen die Nutzer des ÖPNV und die Bewohner des Neubaugebietes „Sonnenseite“ bequem die Gleise erreichen und unter ihnen hindurch spazieren können, Aufzüge bringen dann die Fahrgäste zu den Zügen. Das betonten Stephan Boleslawsky, Leiter Bau- und Anlagenmanagement, sowie Mitarbeiter Christoph Telker von der DB Station & Service AG bei der Bahn. Die beiden Fachleute aus Düsseldorf hatten am Mittwochabend keinen leichten Stand im Stadtrat, denn die Kommunalpolitiker waren es leid, immer wieder vertröstet zu werden und weiter auf die dringende Infrastrukturmaßnahme warten zu müssen. Wobei die Stadt mit satten 700000 Euro mit im Boot sitzt bei der Unterführung, die nach ersten Schätzungen 4,38 Millionen Euro kosten soll. Sollte, muss man aber inzwischen sagen. Denn seit mehr als einem Jahr ruhen die Arbeiten, die bauausführende Firma hatte Insolvenz angemeldet und die Arbeiten eingestellt. Aus sehr unterschiedlichen Gründen, die mit Versicherungen, Gutachten, Regress, zusätzlichen Expertenmeinungen und anderen juristischen Umständen zu tun haben, ruhten die Arbeiten mehr als ein Jahr. Das erboste die Kommunalpolitiker, die nicht einsehen wollten, dass die Bahn nicht eine für die Bürger vertretbare andere Lösung gefunden hatte. Und noch eine wichtige Frage brachte die Ratsmitglieder auf die Palme. Die Bahnvertreter hatten erklärt, die Mehrkosten für die nun neu ausgeschrieben Arbeiten müssten nach dem Schlüssel 60 : 40 auf Bahn und Stadt umgelegt werden. „Wir haben das doch nicht verschuldet. Sie haben die Aufträge vergeben und müssen sehen, wie Sie eventuell das zu viel gezahlte Geld zurückbekommen oder geltend machen. Die Stadt sollte das nicht bezahlen“, meinte ein Ratsmitglied. Dem widersprach Bürgermeister Bert Spilles: „Wir sind bei den Kosten vertraglich dabei und werden wohl an einer Beteiligung der Mehrkosten kaum vorbeikommen. Aber natürlich werde ich das von unseren Fachleuten in der Verwaltung prüfen lassen.“ Die Frage, wer denn nun die Schuld trage an den Verzögerungen und höheren Baukosten, ließ sich trotz heftig geführter Diskussion nicht lösen. Die Ratsmitglieder meinten, sie und die Verwaltung seien nicht ausreichend und aktuell informiert worden über die Probleme und den Baufortschritt. Die Liste der Wortbeiträge im Stadtrat verriet, einen welch hohen Informationsbedarf die Politiker hatten. Daher sagten die Bahnvertreter auch zu, bei Bedarf wieder in den Rat zu kommen, auch versprachen sie, alle notwendigen Informationen offenzulegen. Unter dem Strich blieb nach langer Diskussion die Nachricht, dass die Bahn als Eröffnungszeitraum den kommenden September ins Auge fasst. Bis dahin werden die Bahnbenutzer und Bürger des Neubaugebietes die Unterführung nicht nutzen können, da während der Bauarbeiten ein Betreten zu gefährlich ist.
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