Festakt zum Tag der Deutschen Einheit
„Die Wiedervereinigung war richtig"
Die deutsche Einheit ist zwischenzeitlich gelebte Realität
Meckenheim. Mit einem Festakt in der Aula der evangelischen Grundschule beging die Stadt Meckenheim den Tag der Deutschen Einheit. Die musikalische Begleitung des Festaktes erfolgte durch Waldemar Kinas am Klavier. Nach der Begrüßung der Gäste und der Ehrenbürger Frau Meyer zu Drewer und Herrn Graen, würdigte der Bürgermeister der Stadt Meckenheim, Bert Spilles, die Ereignisse des Herbstes 1989 in der damaligen DDR bis zum 3. Oktober 1990, dem offiziellen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. Damit fand der Prozess der Wiedervereinigung seinen formalen Abschluss. In seiner Ansprache würdigte der Bürgermeister den Fall der Berliner Mauer als Ausdruck eines unerschütterlichen Drangs nach Freiheit der Menschen in der DDR. Zu Recht wies er darauf hin, dass wir die deutsche Einheit den Menschen zu verdanken haben, die „mit Zivilcourage, Mut und Würde ihr Verlangen nach Demokratie und Freiheit durchgesetzt haben.“ 23 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Euphorie der täglichen Realität gewichen und wer im Osten Deutschlands auf eine rasche Bewältigung der enormen Aufgaben aus der Wiedervereinigung hoffte, sah sich getäuscht. Dennoch ergab eine Umfrage im Jahr 2010, dass 20 Jahre nach der Wiedervereinigung über 80 Prozent der Deutschen meinen: Die Wiedervereinigung war richtig. Dabei darf nicht über bestehende oder entstandene Probleme hinweg gesehen werden, die aus den unterschiedlichen geschichtlichen Entwicklungen in zwei grundverschiedenen Systemen resultieren. Die Klischeebilder vom „Besser-Wessi“ und „Jammer-Ossi“ sind mittlerweile verblasst und seit einigen Jahren wird das Zusammenwachsen von der Bevölkerung mit „deutlich unbefangener Freude beobachtet, als im ersten Jahrzehnt nach der Einheit“, betonte Spilles. Zwischenzeitlich ist erfreulicherweise eine junge Generation herangewachsen, die die Mauer und Todesstreifen nur aus Erzählungen und Geschichtsbüchern kennt. In ihren Köpfen ist das ganze Deutschland bereits Wirklichkeit geworden. Abschließend stellte der Bürgermeister fest: „Die deutsche Einheit ist inzwischen gelebte Realität. Darüber hinaus bleibt uns der 3. Oktober Mahnung und Auftrag, dass Freiheit erkämpft werden muss, ohne Gewalt, aber mit Mut.“
Nach dem gemeinsamen Singen der National- und Europahymne feierten die Gäste den Tag der Deutschen Einheit bei einem kleinen Empfang.
Zum Festakt am Tag der Deutschen Einheit hatte die Stadt Meckenheim geladen. Viele Bürgerinnen und Bürger und Vertreter und Repräsentanten des öffentlichen Lebens der Stadt, der Parteien und Vereine waren der Einladung gefolgt.
