Heimatverein Meckenheim e. V.
Ein Kulturgut der Region
Mitglieder und Gäste besichtigten die Kreuzbergkirche in Bonn
Meckenheim. 27 Mitglieder und Gäste des Heimatvereins Meckenheim machten sich auf den Weg, um ein Kulturgut der Region zu besichtigen. Ziel war die Kreuzbergkirche in Bonn. Unter Leitung von S. Schachtner erreichte die Gruppe gegen 14 Uhr den Gipfel des Kreuzberges und war zunächst einmal begeistert von der herrlichen Aussicht auf die Stadt und das Umland.
Die Stadtführerin Frau Lange hatte schon vor einiger Zeit eine Gruppe des Heimatvereins in Bonn geführt, sie freute sich über bekannte Gesichter. Sie begann ihre Führung zunächst mit der Geschichte der Kirche und des Berges.
Spannend berichtete sie über einen Bildstock am Weg nach Ippendorf und eine Kreuzkapelle in seiner Nähe, die schon im Jahr 1429 etwa 50.000 Pilger anzog.
Der Erzbischof von Köln gewann Gestalt, Ferdinand von Bayern, der die heutige Kreuzbergkirche erbauen ließ und der 1637 Mönche des Servitenordens nach Bonn und in einen Konvent auf dem Kreuzberg holte.
Auch vom Vandalismus der Säkularisation, in deren Verlauf die Serviten die Klosteranlage verlassen mussten, war die Rede. Staunend erlebten die Zuhörer das Innere der barocken Kirche, ihre Deckenfresken und die Kunstwerke am Altar. Jeder konnte sich gut vorstellen, wie eindrucksvoll es gewesen sein muss, wenn der Kurfürst Clemens August im Fenster hinter dem Altar erschien, anwesend und doch von den „normalen“ Gläubigen getrennt. Er stiftete 1746 die Heilige Stiege, die kein Geringerer als der große Baumeister des Barock, Balthasar Neumann, ausführte. Den Mitgliedern der Gruppe war es vergönnt, die Stiege auf den Seitenstufen zu erklimmen und den Zauber des heiligen Ortes auf sich wirken zu lassen. Die Besichtigung des Betraumes des Kurfürsten vermittelte etwas von der Pracht und des Absolutismus der Herrscher jener Zeit.
Dankbar verabschiedete sich die Gruppe nach zwei Stunden von Frau Lange, nicht ohne eine baldige neue Führung in Bonn zu verabreden. Die Unentwegten kehrten auf dem Rückweg noch in einem Bonner Brauhaus ein.
