SPD Meckenheim auf dem „Böllweg“.
Eine literarische Wanderung im Bergischen Land
Meckenheim. Um Heinrich Böll, Nobelpreisträger von 1972 und linker rheinischer Katholik, eine der literarischen Ikonen der Nachkriegsjahrzehnte, ist es letzthin still geworden. Dass ihm im Bergischen Land ein Rundweg gewidmet ist, der die Gemeinde Marienfeld in einer rund 12 km langen Schleife umrundet und an die Zeit des Kriegsendes erinnert, in der der ausgebombte Schriftsteller mit seiner Frau in Marienfeld wohnte, wissen nur wenige. Ein Grund für die Meckenheimer SPD, eine Wanderung auf diesem Weg zu unternehmen. Man startete in Marienfeld bei leuchtend blauem Himmel und wanderte durch eine vielfältige grasige Kuppen Landschaft mit weiten Blickpanoramen ins Bergische Land. Acht Tafeln bildeten gewissermaßen Stationen auf dem Weg und gaben detaillierte Hinweise auf die Verhältnisse bei Kriegsende, auf die Listen , mit denen Heinrich Böll Wege fand, dem gehassten Militärdienst zu entfliehen, um seine Frau zu besuchen.
Sie weisen auf den tragischen Tod seines 3 Monate alten Sohnes, der hier auf dem ländlichen Friedhof seine letzte Ruhe gefunden hat.
Die einsame Germanakapelle bot unterwegs mit Tischen und Bänken Gelegenheit zu Rast und Ausblick. Glücklich über einen erlebnisreichen Tag begaben sich die Wanderer in den Mucher „Lindenhof“ zur fröhlichen Schlusseinkehr.
Die Vorsitzende Erdmute Rebhan und die Wanderer sparten nicht mit Lob für den Wanderführer Hans-Günter Steinhauer und seine abwechslungsreiche Wegeführung.
Pressemitteilung
SPD-Ortsverein Meckenheim
