Stadt Meckenheim stellt sich dem Trend der pflegeleichteren Bestattung
Einsegnung des Baumgrabes auf dem Waldfriedhof
Meckenheim. Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass die Bestattungskultur auch in Deutschland einem Wandel unterlegen ist. Immer häufiger werden Urnenbestattungen vorgenommen. Der Trend geht zu pflegeleichteren Bestattungsformen, zu denen auch das Baumgrab gehört. Diesem Trend hat jetzt auch die Stadt Meckenheim mit der Errichtung eines ersten Baumgrabes Rechnung getragen. Ein solches Baumgrab ist nun auf dem Waldfriedhof hergerichtet und feierlich von den beiden Pfarrern, Dr. Reinhold Malcherek und Radomir Nosek, eingesegnet worden. Bürgermeister Bert Spilles sagte in seiner Ansprache Friedhöfe seien Orte privaten wie gemeinschaftlichen Gedenkens. Sie entsprächen dem menschlichen Grundbedürfnis, die Erinnerung an Verstorbene wachzuhalten und damit eine Verbindung zu ihnen zu halten. „Unsere von christlichen Werten geprägte Gesellschaft hat das Bedürfnis, Ihren Toten Respekt zu erweisen und den Hinterbliebenen einen Ort für ihre Trauer zu geben. Mit dem hier neu errichteten Baumgrab haben wir einen weiteren würdigen Platz des Totengedenkens geschaffen, den wir heute einsegnen und seiner künftigen Bestimmung übergeben wollen. Möge dieses Baumgrab zu einer friedlichen Ruhestätte und einem Ort der Erinnerung wie auch des Trostes werden, “ so der Bürgermeister. Pfarrer Malcherek sprach von dem Baumgrab als einem Ort des Glaubens, des Trauerns und des Abschiednehmens. Eine passende Passage aus der Bibel zum Garten Edens führte Pfarrer Nosek an und zeigte auf, dass die Bäume die Unterwelt, die Welt der Toten mit der Zukunft verbinde. Das Baumgrab ist eine Urnengrabanlage, in deren Mitte eine Eiche gepflanzt ist und kreisförmig 44 unterirdische Kammern angeordnet sind. In jeder Kammer können bis zu vier Urnen beigesetzt werden. Die Abdeckung ist mit einem Baummotiv versehen, in der auch eine namentliche Erinnerung möglich ist.
Pressemitteilung der
Stadt Meckenheim
