Politik | 19.03.2015

Stadt Meckenheim unterstützt Aktion „Rote Tasche“

Equal Pay Day - „Tag für gleiche Bezahlung“

Meckenheim. Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Rhein-Sieg-Kreis weist anlässlich des Equal Pay Days (EPD), dem Tag für gleiche Bezahlung, am 20. März auf die Ungleichbehandlungen für Frauen hin, die nicht oder nur zeitweise berufstätig sind.

Das Datum für den EPD wird jährlich neu festgelegt. Es ist der Tag, bis zu dem die Frauen arbeiten müssten, um das gleiche Entgelt zu erhalten, das die Männer im Jahr 2014 statistisch durchschnittlich verdient haben. Die Stadt Meckenheim als familienfreundliche Arbeitgeberin mit einer Gesamtfrauenquote von 60 Prozent und einer Quote von 47 Prozent auf Führungsebene mit gleicher Bezahlung für beide Geschlechter unterstützt die Aktionen der Gleichstellungsbeauftragten.

Der EPD hat seinen Ursprung in den USA. 2007 griff das Bundesfrauennetzwerk Business & Professional Women (BPW) Germany die Problematik der ungleichen Bezahlung auf, in dem es die Initiative „Rote Tasche“ startete. Die roten Taschen symbolisieren, dass Frauen „weniger in der Tasche“ haben als Männer. Bereits ein Jahr später führte das BPW mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den EPD durch. Eine solche „Rote Tasche“ wird auch als Symbol für den EPD im Foyer des Rathauses ausgestellt.

Wie kommt es aber zu diesem Gehaltsgefälle? In vielen Arbeitsbereichen wie im öffentlichen Dienst ist das Gehalt tariflich festgelegt. Das heißt, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit gleichen Lohn erhalten. Aber die berufliche Laufbahn von Frauen ist oft gekennzeichnet durch familienbedingte Unterbrechungen und Einschränkungen wie der Erziehungszeit und Beurlaubungen, Teilzeitarbeit und begrenzte Flexibilität. Dadurch sind Frauen in der Karriereplanung oft stark eingeschränkt.

Weitere Gehaltseinbußen ergeben sich aus der Berufswahl. Vergleicht man die Bezahlung nach Berufsgruppen, so werden frauentypische Berufe im sozialen Bereich überwiegend schlechter bezahlt als typische Männerberufe im technischen Bereich mit vergleichbarem Ausbildungsweg und ähnlichem Verantwortungsbereich.

Sicher, Berufswahl und Rollenverteilung in der Familie sind private Entscheidungen. Diese werden jedoch von verschiedenen Faktoren beeinflusst: von traditionellen Rollenbildern, dem Angebot des Arbeitgebers oder Kinderbetreuungsangeboten. Oft wird diese Entscheidung zu Beginn einer Partnerschaft oder Ehe getroffen. Zu einem Zeitpunkt, wo das „Eheglück“ nicht in Frage gestellt wird. Es gibt aber Lebensrisiken, die berücksichtigt werden sollten: Scheidung, Trennung, Tod, Krankheit oder auch Arbeitslosigkeit. Die traditionelle Absicherung der Frau über den Ehemann oder Partner ist nicht mehr verlässlich und somit die Altersvorsorge für die Frau durch diesen nicht zwangsläufig gesichert.

Der EPD will Frauen aufrütteln, bei ihrer Berufs- und Lebensplanung eine eigenständige finanzielle Absicherung im Blick zu haben. Ideal wäre, wenn die Partner gemeinsam eine faire Lösung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf treffen, Arbeitgeber Mütter und Väter durch familienfreundliche Arbeitsbedingungen unterstützen und die Gesellschaft den Wandel zu einer gerechteren Verteilung fördert und anerkennt.

Pressemitteilung

Stadtverwaltung Meckenheim

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