Freiwillige Feuerwehr Meckenheim öffnete ihre Pforten zum „Tag der offenen Tür“
Feuerwehrtechnik hautnah erleben
Meckenheim. Ihren traditionellen „Tag der offenen Tür“ feierte die Freiwillige Feuerwehr Meckenheim am vergangenen Sonntag im Feuerwehrhaus. Löschzugführer Thomas Rähse konnte unter anderem den Wehrführer Günter Wiegershaus und Balthasar Schumacher als Ehrenkreisbrandmeister begrüßen sowie mit Bürgermeister Bert Spilles den obersten Chef aller Meckenheimer Wehrleiter.
Mit seinem Besuch wollte der Stadtchef dann auch seine Anerkennung für die Arbeit der Feuerwehrmänner und -frauen aussprechen, die diesen Dienst alle ehrenamtlich leisten und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit innerhalb der Stadt leisten.
Wie wichtig die Arbeit der Feuerwehr ist, das konnten einige Bürger der Apfelstadt erst in der vergangenen Woche erfahren, als, bedingt durch den anhaltenden Starkregen und die heftigen Gewitter, zahlreiche Einsätze notwendig wurden.
Ein besonderer Gruß von Thomas Rähse galt aber auch den zahlreichen Wehren aus Altendorf-Ersdorf, Merl, Lüftelberg, Adendorf und Villip, welche ebenfalls in großer Mannschaftsstärke vertreten waren. Auch vor Ort war der Malteser Hilfsdienst mit einem modernen Rettungswagen, sodass sich die Besucher ein Bild sowohl von den modernen Feuerwehrwagen wie auch von den Rettungswagen machen konnten, denn die Rettungsdienste arbeiten oft Hand in Hand und dann kommt je nach Situation noch die Polizei oder gar das THW dazu.
Im Vorfeld der Veranstaltung hatten die Kameraden kräftig das Feuerwehrhaus auf Hochglanz gebracht. Ein Blick zum Himmel am vergangenen Sonntag war wenig berauschend, zumindest wenn man an die Zahl der Besucher dachte, doch die Meckenheimer Bürger ließen sich von Blitz und Donner und ein wenig Regen nicht abschrecken.
Dafür dachten sie sich wohl, dass Energiesparen am heimischen Herd anfängt und es bei den Floriansjüngern wohl lecker zu essen und zu trinken gebe. Mit dieser Einschätzung lag man richtig, denn besonders die Jungs am Grill gaben ihr Bestes und mit passender Überdachung gab es leckere Steaks, Pommes und Currywürste. Dass es auch entsprechend gepflegte Kaltgetränke gab, versteht sich von selber.
Wer an diesem Nachmittag an den späten Abend dachte, brauchte wohl Koffeinnachschub, dafür gab es Kaffee und zahlreiche Kuchen.
Durch spannende Übungen wurden die Besucher aufgeklärt
Für die Kinder war ebenfalls bestenfalls gesorgt, konnten die sich doch einmal die Feuerwehrtechnik vor Ort ansehen. Neben einer Hüpfburg gab es zahlreiche Wasserspiele und wer wollte, konnte sich auch entsprechend schminken lassen. Spannende Übungen gab es auch zu bestaunen. So galt es unter anderem, eine verletzte Person vom Dach zu bergen. Dazu wurde ein Feuerwehrmann mittels der Drehleiter aufs Dach gebracht, dieser musste die Lage erkunden und der Verletzte muss fachgerecht mit der Drehleiter entsorgt werden.
Aber auch klare Regeln zum Brandschutz wurden dargeboten. Eine der häufigsten Brandursachen sind Fettbrände in der Küche. Fett in der Pfanne oder in der Fritteuse wird zu heiß und gerät in Brand. In Panik greifen viele Leute zum Wasser und versuchen, damit den Brand zu löschen, was jedoch das Schlimmste ist, was man tun kann, und danach den Gang in die Schönheitschirurgie zur Folge hat. Denn das Wasser verdampft sofort und in einer explosionsartigen Wolke wird das Fett direkt im gesamten Raum verteilt, dazu genügt eine winzige Menge an Wasser. Hier hilft nur Deckel auf die Flammen oder eine Löschdecke.
Ebenfalls konnte man sich informieren über die lebensrettende Funktion von Rauchmeldern. Jährlich sterben bei Bränden mehr als 600 Menschen, welche freilich nicht verbrennen, sondern an den giftigen Gasen ersticken. Viele davon könnten gerettet werden, wenn sie rechtzeitig die Räume verlassen würden, ein Rauchmelder rettet hier Leben.
Die Jungs am Grill sorgten für den Nachschub an Steaks.
Dieser Floriansjünger war ganz begeistert vom Arbeitsplatz im Feuerwehrwagen.
