„Calmus-Ensemble“ aus Leipzig war zu Gast in der Friedenskirche
Kirchliche und weltliche Musik überzeugend in Einklang gebracht
Meckenheim. Auf Einladung des Vereins „Freunde und Förderer der Kirchenmusik in Meckenheim e.V.“ gastierte kürzlich mit dem „Calmus-Ensemble“ das international bekannte deutsche Vokal-Ensemble in der Friedenskirche am neuen Markt. Mit Anja Pöche (Sopran), Sebastian Krause (Countertenor), Tobias Pöche (Tenor), Ludwig Böhme (Bariton) und Joe Rösler (Bass) präsentierte das Ensemble ein breites, ausgefeiltes und perfekt aufeinander abgestimmtes Klangvolumen, das die Besucher in der gut besetzten Friedenskirche immer wieder zu andauerndem Beifall herausforderte. Ihr Programm „Zeitlos - 500 Jahre Musik aus Leipzig“ bot den Künstlern die Gelegenheit, die Breite ihres Repertoires eindrucksvoll zu demonstrieren. Während im ersten Teil eindringliche Bach-Interpretationen aus Schemellis Gesangbuch den Bezugsrahmen für kirchenmusikalische Titel setzten, bewegte darin vor allem der einfühlsame Vortrag von Johann Herrman Scheins „Psalm 116: Das ist mir lieb“, der dann in Kontrast gesetzt wurde zu Bernd Frankes zeitgenössischer englischer Vertonung desselben Psalmes, den die Künstler als Wandelgesang durch den Kirchenraum vortrugen und so den Zuhörern ein besonderes Klangerlebnis boten. Dabei begeisterte immer wieder der Einsatz der ihr ganzes Volumen ausnutzenden Stimmen des Ensembles, eingerahmt von Anja Pöches strahlendem Sopran und Joe Röslers vollem Bass, vom kräftigen Forte bis zum sanften Pianissimo.
Im zweiten Teil ihres Programms demonstrierten die Künstler ihre fruchtbare Verbindung mit weltlicher Musik von Schumann bis Kreisler. Auch Volkslieder in teilweise eigenem Arrangement, bei dem zum Beispiel die Mühle am rauschenden Bach überzeugend und mitreißend klapperte, begeisterten die Zuhörer und lösten lang anhaltenden Applaus aus, der das Ensemble in seinen Zugaben abermals die ganze Bandbreite seines Könnens demonstrieren ließ - auf Mendelssohns „Oh Täler weit, oh Höhen“ folgte in sensiblem und zugleich eindringlichem Vortrag ihr Arrangement von Stings „Shape of my Heart“, das einen glanzvollen Schlusspunkt unter ein außergewöhnliches Konzert setzte. Das Publikum dankte den Künstlern mit lange anhaltendem, lebhaftem Applaus.
