Hauptausschusssitzung in Meckenheim
Kita-Engpass bei den älteren Kindern
Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige konnte gedeckt werden
Meckenheim. Ungefähr seit März dieses Jahres wusste der Jugendhilfeplaner, dass es insbesondere die Kindergartenplätze für die älteren Kinder sein werden, die fehlen. Diese Befürchtung hat sich nun bestätigt und eine Lösung musste her. Das teilte der Technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt im Hauptausschuss mit. Durch den Zuzug vieler Familien nach Meckenheim in die neuen Baugebiete habe sich die ursprüngliche Prognose, dass eher Plätze für unter Dreijährige (U3-Plätze) fehlen würden, verschoben. Grundsätzlich sei die Entwicklung sehr erfreulich und gewollt. Durch die Umstellung in einigen Einrichtungen von Ü3-Plätzen auf U3-Plätze sei die Zahl der Kita-Plätze insgesamt jedoch gefallen, denn bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren ändert sich der Betreuungsschlüssel für die Erzieherinnen. Auf eine Betreuerin entfallen weniger Kinder als bei Ü3-Plätzen. Die neue Kita am Baumschulenweg, die in Zukunft Entlastung bringen soll, sei noch in der Planung und so müsse eine Übergangslösung geschaffen werden, die Witt auch gleich mitlieferte.
Umbaumaßnahmen im Mosaik
Im Mosaik - Kulturhaus Meckenheim soll in den Räumen des offenen Kindertreffs Platz für zwei Kita-Gruppen geschaffen werden. Die provisorische Lösung erfordere zwar Umbaumaßnahmen im Toilettenbereich sowie beim Brandschutz, die ungefähr 60.000 Euro kosten.
„Wir sind jedoch optimistisch, dass wir es bis zum Ende der Sommerferien schaffen, dort für bis zu 40 Kinder Raum zur Verfügung zu stellen“, so Witt weiter. Die entsprechenden Abstimmungsgespräche mit dem Landschaftsverband habe es bereits gegeben. Vier Räume werden im Mosaik umgewidmet für zwei Gruppen mit einmal 25 und einmal 15 Kindern. Ein Neubau oder Anbau an eine bestehende Einrichtung komme nicht in Frage, da das Problem bis spätestens zum 1. September gelöst werden müsse. Auch die Aufstellung eines Containers koste rund 150.000 Euro und sei unwirtschaftlich. In die erforderlichen Umbaumaßnahmen im Mosaik seien derzeit viele Fachbereiche involviert, dennoch bleibe er optimistisch, dass die Stadt alle Wünsche der Eltern erfüllen könne.
Zuzug von jungen Familien gewünscht
Für Bürgermeister Bert Spilles ist die Zunahme der Anzahl an Kindergartenkindern eine sehr erfreuliche Entwicklung. Nur mit der entsprechenden Infrastruktur und dem notwendigen Bauland könne man auf den Zuzug von jungen Familien hoffen. Diese Rechnung sei nach den derzeitigen Zahlen offenbar aufgegangen. Schon im März prognostizierte der Jugendhilfeplaner Dietmar Pauquet im Jugendhilfeausschuss diese Entwicklung. Eine genaue Vorhersage war jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich.
Jugendamtsleiter Andreas Jung sprach damals von vielen Unwägbarkeiten wie der Auswirkung des Betreuungsgeldes oder Mehrfachanmeldungen. Auch für die Zukunft prognostizierte Pauquet im Jugendhilfeausschuss diesen Engpass, selbst wenn die neue Kita mit 22 Plätzen für Kinder unter drei Jahren und 53 Ü3-Plätzen fertig gestellt ist. Die geplante Schließung der Kita „Villa Sonnenschein“ sollte daher, so seine Empfehlung damals, so weit verschoben werden, bis der Bedarf auch ohne diese Plätze gedeckt ist. Für den offenen Kindertreff im Mosaik-Kulturhaus werde sich kaum etwas ändern, versicherte Pressesprecherin Marion Lübbehüsen auf Anfrage. Einige Gruppenangebote müssten verlegt werden, die Vermietung von Räumen werde eingeschränkt.
