Städtepartnerschaft Meckenheim-Le Mée
Meckenheim feiert Städtepartnerschaft
Großer Empfang für Gäste aus Le Mée
Meckenheim. Seit nunmehr 27 Jahren besteht bereits die Städtepartnerschaft zwischen Meckenheim und Le Mée in Frankreich. Grund genug für eine große französische Delegation von 80 Personen über das Wochenende der Apfelstadt einen Besuch abzustatten. Damit alles reibungslos über die Bühne ging, hatte der Bürgerverein Meckenheim unter der Leitung von Bernhard Granz bereits im Vorfeld ein umfangreiches Programm ausgearbeitet.
Nachdem die Gäste den Freitag in Gastfamilien verbracht hatten, ging es am Samstag nach Zülpich, wo es das historische Schlachtfeld von Zülpich zu besichtigen gilt. Dieses hat für die Franzosen eine ganz besondere Bedeutung, hat doch hier im Jahre 496 Chlodwig die Alemannen geschlagen.
Ein festliches Abendessen im Uni-Club schloss sich dem an und gemeinsam wurde viel kommuniziert und auch die eine oder andere Flasche Wein getrunken. Zu einem großen Festakt wurde sich dann am Sonntagvormittag in der Aula der Evangelischen Grundschule Meckenheim getroffen. Bürgermeister Bert Spilles hatte sogar extra seine feierliche Amtskette umgelegt und begrüßte dann auch seinen Amtskollegen Franck Vernin sowie die Vorsitzende des französischen comité de jumelage, Annie Le Corre. In seiner Begrüßungsansprache vor rund 160 Personen ging Bert Spilles dann auf einen Empfang in der deutschen Botschaft in Paris für den Philosophen Jürgen Habermas ein, wo dieser Ende vergangenen Jahres feststellte, dass es noch nie so miserabel um die deutsch-französischen Beziehungen bestellt war in den letzten 60 Jahren wie heute. Bert Spilles konnte aber feststellen, dass weder der Philosoph noch andere Skeptiker die letzten beiden Tage in Meckenheim gewesen waren, denn eine Freundschaft zwischen Staaten ist zunächst einmal eine Kopfgeburt bei den Politikern. Aber so Bert Spilles wörtlich: „ Die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich findet nicht in Politikerköpfen statt, sondern wird von Menschen gelebt, sie ist eine Partnerschaft der Herzen.“
Dabei betonte Spilles, dass Deutschland und Frankreich schon mit dem Élysée-Vertrag 1963 unterschiedliche Ziele verfolgten. Während Konrad Adenauer Deutschland näher an die USA, Großbritannien und Frankreich führen wollte, ging es den Franzosen darum, ein Gegengewicht genau zu diesen Staaten zu schaffen. Den Politikern war damals bewusst, dass sie eigentlich etwas anderes wollten, aber auch dass sie sich gegenseitig brauchten. Das Ergebnis war eine erfolgreiche Politik der Versöhnung, durch welche die deutsch-französische Freundschaft heute fest in den Gesellschaften beider Länder verankert ist.
Seit 27 Jahren tragen nun die Begegnungen der Menschen aus Meckenheim und Le Mée dazu bei, dass sich auch beide Städte besser kennenlernen. Die gelebte Städtepartnerschaft, getragen von den Bürgern aus beiden Städten ist ein wesentliches Element einer aktiven, gestaltenden, kommunalen Europaorientierung. Somit wird hierdurch ein europäisches Bürgerbewusstsein gefördert.
In seiner Replik dankte Bürgermeister Franck Vermin für die nun 27-jährige Partnerschaft welche über Generationen hinweg Menschen in beiden Städten verbindet. Angesichts der großen aktuellen Herausforderungen ergebe sich permanent für Europa die Aufgabe einer Anpassung, ohne jedoch hierbei die gemeinsamen Werte infrage zu stellen. Europa gilt außerhalb seiner Grenzen immer noch als ein Erfolgsmodell, dass dies so bleibt ist eine Herausforderung für alle Politiker und Institutionen. Franck Vernin verwies ferner darauf, dass der Gedanke der Städtepartnerschaft keineswegs eine Erfindung des 20. Jahrhunderts sei. Bereits im Jahre 836 gab es eine Verbindung zwischen Le Monde und Paderborn mit dem Ziel sich besser kennen zu lernen und sich zu unterstützen. In seinem Schlusswort zitierte der französische Bürgermeister Bundeskanzler Gerhard Schröder, der anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Élysée-Vertragesbemerkte: „Nationen können nicht miteinander befreundet sein, das können nur Menschen.“ Und wie gut das klappt, das hätte der Altkanzler am vergangenen Sonntag dann in Meckenheim live sehen können, denn die Reden wurden zunächst musikalisch von der Musikschule Rheinbach-Meckenheim umrahmt und gemeinsam wurden die deutsche und die französische Nationalhymne gesungen. Ein gemeinsames Mittagessen rundete den Festakt ab und zum Abschied gab es für alle Besucher aus Frankreich noch ein besonderes Geschenk aus Meckenheim. Und was lag da näher als jeweils zwei Äpfel auf welche die Namen der beiden Städte eingraviert waren.
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