Traditionelles Maibaumaufstellen und Maiansingen in Meckenheim
„Nun will der Lenz uns grüßen“
Maibäume und Junggesellen haben Hochkonjunktur
Meckenheim. Alljährlich freuen sich die Menschen auf den wohl schönsten Monat im Jahr, den Wonnemonat Mai. Mit den verschiedensten Bräuchen wird dieser Monat gefeiert. In diesem Jahr müssen die Menschen besonders lange auf den Frühling warten. Die Natur zeigt sich trotz alledem bereits im Frühlingskleid und lässt sich nicht mehr aufhalten. In der gesamten Region feierten Groß und Klein am Vorabend des 1. Mai mit Liedern und geselligem Beisammensein den Beginn des schönsten Monats des Jahres. Die Junggesellen hatten an diesem Tag und in der Walpurgisnacht alle Hände voll zu tun, um ihrer Liebsten einen Maibaum aufzustellen und ihn zu bewachen. Zusammen mit den Meckenheimer Stadtsoldaten feierten die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger den Beginn des Wonnemonats Mai. Vor dem Zeughaus in der Altstadt sollte auch in diesem Jahr der Maibaum von den Mitgliedern der FFW, Löschgruppe Meckenheim, in luftige Höhe gezogen werden. Alle anwesenden Kinder wurden zuvor aufgefordert, den Baum mit bunten Bändern zu schmücken. Als der Baum sich vorsichtig erhob, meinte Peter Klee, der Kommandant der Stadtsoldaten: „Mal sehn, wat de Jonge in de Maue han.“ Bis in die Nacht wurde zünftig gefeiert u.a. zu den schwungvollen Klängen des Musikzugs der Stadtsoldaten. „Das Fest zum 1. Mai ist erst der Auftakt für die kommenden Feierlichkeiten anlässlich der 145. Jahrfeier der Stadtsoldaten“, so Peter Klee. Natürlich lud er alle Meckenheimer und sonstige Freunde herzlich ein, an den verschiedenen Aktionen zum Jubiläumsfest teilzunehmen. In Meckenheim-Merl begrüßten die Dorfbewohner und viele Gäste den 1. Mai mit ihrem traditionellen Maiansingen. Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer hat vor 30 Jahren diese inzwischen lieb gewonnene Tradition ins Leben gerufen. Ortsvorsteher Reinhard Diefenbach begrüßte die Anwesenden auf das Herzlichste und hoffte, dass der Wonnemonat Mai sich bald wettermäßig von seiner besseren Seite zeigen wird. Im Beisein von Bürgermeister Bert Spilles eröffnete die Chorgemeinschaft „Die Brücke“ das Fest zum 1. Mai mit Frühlingsliedern u.a. von Mozart und Schumann. Leider war die Chorleiterin Claudia Nachtsheim-Gorzalka verhindert und so übernahm der Musikpädagoge Klaus-Jürgen Pusch die Leitung, was ihm auch sehr gut gelang. Die Musikschule Merl, ebenfalls geleitet von Pusch, präsentierte mit Katja Schmitt und Zhi Biang Wong interessante Weisen auf der elektronischen Orgel. Eigentlich sollten die Gäste dazu das Tanzbein schwingen, aber am frühen Abend ließen sich nur ganz wenige dazu animieren. Der Chor der Katholischen Grundschule Merl mit ihrer Musiklehrerin Sarah Wilmes erfreute die Besucher mit afrikanischen Trommelschlägen und den dazu passenden Liedern. Auch die Harmonika-Freunde Meckenheim Ersdorf bereicherten das Fest mit schwungvollen Melodien. Schließlich wurden alle Anwesenden aufgefordert, bei Liedern wie z.B. „Komm, lieber Mai…“ oder „Nun will der Lenz uns grüßen…“ mitzusingen. Nach dem offiziellen Teil waren alle Besucher herzlich eingeladen zu einem Umtrunk im Gerätehaus der FFW, Löschgruppe Merl. Auch in den Ortschaften Ersdorf-Altendorf und Lüftelberg ließ man es sich nicht nehmen, den 1. Mai gebührend zur empfangen.
Auf dem Dorfplatz neben dem „Merler Dom“ treffen sich alljährlich die Merler Dorfbewohner und Gäste zum traditionellen Maiansingen.
