Leserbrief zu den neuen Zügen für die RB23
Probleme mit den Türen waren vorauszusehen
Ich krieg’ die Krise: Die mit viel Pomp und Trara angekündigten neuen Züge für die RB23 haben zu wenige Türen - wurde jetzt beim Probebetrieb festgestellt. Ich bin kein Fachmann für den ÖPNV, aber ich kann zwei und zwei zusammenzählen, was heißt: Wenn viele Personen dasselbe Verkehrsmittel benutzen, und an Haltestellen möglichst schnell ein- und ausgestiegen werden soll, dann braucht es viele Türen.
Als das Ding beim NRW-Tag in Bonn vor einigen Jahren erstmals vorgestellt wurde (es gab sogar Modellbaubogen, noch unter dem Namen “Talent 2“), habe ich zu meiner Frau gesagt, dass das nicht klappen wird mit den vier Türen pro Einheit. Was für Fachleute stellen eigentlich die Anforderungen zusammen, die ein neuer Triebwagen erfüllen muss? Was für Fachleute genehmigen sie? Was für Fachleute entscheiden, welches der konkurrierenden Modelle beschafft wird? Oder läuft das alles ganz anders? Wer haftet jetzt für die vielen hundert Millionen, die mal wieder in den Sand gesetzt wurden? Gerne würde ich in dieser Zeitung Antworten von den Zuständigen lesen.
Joachim H. Schlüter,
Meckenheim
