Katastrophenschutz übt Stromausfall
Rhein-Sieg-Kreis: Hilfsorganisationen proben Einsatz bei Stromausfall
aus Meckenheim
Rhein-Sieg-Kreis. 54 Einsatzkräfte der Malteser, der Johanniter und des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Rhein-Sieg-Kreis haben am vergangenen Wochenende unter dem Titel „Dunkler Herbst“ ein großflächiges und langandauerndes Stromausfallszenario geübt. Die Übung simulierte einen kompletten Ausfall der Stromversorgung im gesamten Kreisgebiet und stellte die ehrenamtlichen Kräfte vor vielfältige Herausforderungen.
Im Mittelpunkt standen die Einrichtung von Anlaufstellen für die Bevölkerung, die Durchführung von Evakuierungsfahrten sowie die Versorgung der Einsatzkräfte durch eine mobile Einsatzküche. Beteiligt waren unter anderem die Einsatzeinheit 04 der Malteser aus Bornheim und Lohmar, Kräfte der Malteser Siegburg, des DRK aus Bornheim, Lohmar und Rheinbach sowie der Johanniter-Unfallhilfe im Rhein-Sieg-Kreis.
Zugführer Robert Faßbender von den Maltesern Bornheim leitete am frühen Samstagmorgen zunächst alle Kräfte in einen zentralen Bereitstellungsraum. Von dort aus verteilte er die Teams auf die verschiedenen Übungsorte, die den Teilnehmenden im Vorfeld nicht bekannt waren. „Alle Einsatzkräfte wussten nur, dass eine Übung stattfindet“, erklärte Björn Beckenhusen, Leiter Einsatzdienste der Malteser im Rhein-Sieg-Kreis. „Die Standorte im Siegburger und Lohmarer Stadtgebiet mussten zunächst erkundet und anschließend im organisationsübergreifenden Zusammenwirken eingerichtet und betrieben werden.“
Bereits während der Aufbauphase trafen erste Darsteller ein, die hilfesuchende Bürgerinnen und Bürger simulierten. Zusätzlich wurden mobilitätseingeschränkte Personen per Krankentransport in die Anlaufstellen gebracht. Die Übung sah vor, dass auch dort kein Strom verfügbar war. In der Anlaufstelle in Siegburg-Kaldauen übernahm daher Andreas Mai vom DRK Voreifel mit seinem Team die Notstromeinspeisung. In Siegburg-Braschoß benötigte die Johanniter-Unfallhilfe unter Leitung von Jens Schmelmer zusätzliche Getränke für die Bevölkerung. Nach kurzer Funkabsprache mit Zugführer Faßbender wurden diese vom Logistikstützpunkt der Malteser in Lohmar nachgeliefert.
Mit der angenommenen Wiederherstellung der Stromversorgung endete die Übung am Nachmittag. In einer abschließenden Besprechung wurden alle Erkenntnisse zusammengetragen. Übungsleiter Ulf Krüger von den Maltesern Rhein-Sieg zog ein positives Fazit: „Vieles hat gut funktioniert. Einige Abläufe müssen wir weiter verbessern, etwa die präzisere Registrierung der Einsatzkräfte. Besonders zufrieden sind wir mit dem organisationsübergreifenden Zusammenspiel an den verschiedenen Standorten. Genau diese Zusammenarbeit wollten wir mit der Übung stärken.“
In Siegburg-Braschoß richteten die Einsatzkräfte eine Anlaufstelle ein Foto: Beckenhusen, MHD
Einsatzkräfte registrieren Betroffene Foto: Krüger, MHD
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Die übenden Einheiten sammelten sich in einem Bereitstellungsraum Foto: Munser, MHD