Führung für den Frauentreff Meckenheim im Römisch-Germanischen Museum in Köln
Schmuck – Kosmetik – Glas
Meckenheim. Diane Ciesielsi führte eine Gruppe des Frauentreffs Meckenheim durch die Sammlung des Römisch-Germanischen Museums und erläuterte die Fundstücke zu den Themen Schmuck – Glas – Kosmetik. Zunächst zeigt sie den Frauen verschiedene Köpfe von römischen Herrschern mit verschiedenen Haar- und Bartdarstellungen. In der Kaiserzeit trugen die Männer kurze Haare und waren glatt rasiert. Später kamen gewellte Haare und gelockte Bärte in Mode. Es wurden auch zwei Darstellungen von Frauen mit ihren Frisuren gezeigt. Die Römer legten großen Wert auf ihre Körperpflege und schmückten sich gerne. Vor dem Bad rieb man sich mit Öl ein und schabte dann den Schmutz vom Körper. Dann badete man in verschieden heißem Wasser und ölte sich hinterher mit duftenden Essenzen ein. Danach wurden die Haare zu kunstvollen Frisuren gestaltet. Die Öle und Salben wurden in zierlichen gläsernen Behältern und Fläschchen aufbewahrt, die zum großen Teil in Köln hergestellt wurden. Die Fläschchen wurden toten Frauen mit ins Grab gegeben, damit sie es im jenseitigen Leben schön hatten. Außerdem wurden sie mit ihrem kostbaren Schmuck bestattet. Männer bekamen Münzen, Arbeitsgeräte oder Waffen mit ins Grab. In Köln wurden große Mengen römischen Glases gefunden, meistens als Grabbeigaben. An den Ausfallstraßen der Stadt gab es mehrere Werkstätten, in denen Glas hergestellt wurde. Der Schmuck wurde aus Gold hergestellt, oft mit Edelsteinen verziert. Das Design mutet erstaunlich modern an. Natürlich konnten sich nur sehr reiche Leute Glasgefäße oder goldenen Schmuck leisten. Es war eine sehr kurzweilige Führung, die allen Beteiligten sehr viel Freude bereitete. Nach dem anschließenden Kaffeetrinken ging ein vergnüglicher Ausflug zu Ende.
