Zweiter Dance-Contest in Merl
Sieben Tanzgruppen zeigten im Merler Saal ihr Können
Meckenheim-Merl. Als die Lichter erloschen und die Spots nur noch die Bühne ausleuchteten, wurde es im Merler Saal schlagartig still. Dann betraten die „Dance Friends“, 14 junge Tänzerinnen vom TST Merl, die Bühne und stellten sich zum ersten Tanz des zweiten Dance-Contest auf. In ihren orientalisch wirkenden Tanzkostümen boten sie bereits ein schönes Bild, und mit dem Einsetzen der Musik und den ersten Tanzschritten wurde klar, dass die Formation einen der ersten Plätze im Visier hatte. Kein Wunder, beim ersten Dance-Contest vor zwei Jahren in Swisttal-Straßfeld belegten sie den ersten Platz. Die Reihenfolge der Auftritte der sieben Tanzgruppen war per Los ermittelt worden.
Neben den Dance-Friends (Jazzdance) nahmen die Tanzgruppen Dance Attack aus Ruppichteroth (Hip-Hop), die Bröltalpänz, ebenfalls aus Ruppichteroth (Showtanz), die Black & White Edition aus Bonn (Hip-Hop), die Cascaya aus Eitorf (Showtanz), die Jazzwave aus St. Augustin (Jazztanz) sowie der 1. Bonner Showtanz Club aus Bonn (Showtanz) teil. Das Alter der Tänzer lag zwischen elf und 16 Jahren. Veranstalter des zweiten Dance-Contest waren vom Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises das Jugendhilfezentrum für Alfter, Swisttal und Wachtberg und die Stadt Meckenheim. Es stand unter dem Motto „Eure Performance, euer Style, eure Musik“. Dirk Sager vom Jugendhilfezentrum führte als Moderator durch die Veranstaltung.
Kein Aufruf zu Gewalt oder Rassismus
Bereits in den Anmeldemodalitäten war klar zum Ausdruck gebracht worden, dass zur Begleitung der Tänze keinerlei gewaltverherrlichende, diskriminierende oder rassistische Texte verwendet werden dürfen. Aber als die Gruppen sich vor dem Wettbewerb noch einmal selbst vorstellten, brachten sie klar zum Ausdruck, „wir haben einfach Freude am Tanzen“.
Tanz und Akrobatik
Die sieben Gruppen boten einen breiten Mix an Ausdrucksformen, vom Showtanz über den Jazz bis hin zum Hip-Hop. Die vierköpfige Jury hatte es schwer sich zu entscheiden, obwohl drei Jurymitglieder ausgesprochene Tanzexperten waren. Letztlich setzte sich die Formation Cascaya mit einem halben Punkt Vorsprung durch. In ihren ausgefallenen, etwas gruseligen Kostümen boten sie eine kleine Horrorshow auf der Bühne. Platz zwei belegten die Bröltalpänz, mit 22 Mitgliedern die stärkste Gruppe, die mit ihrem Leopardenlook ein Hauch von Afrika verbreiteten. Auf Platz drei setzte die Jury die Gruppe Jazzwave vom Albert-Einstein-Gymnasium St. Augustin, die zu der Musik „Baby can dance“ swingten.
Die ersten drei durften je einen Pokal mit nach Hause nehmen, die anderen erhielten je eine Medaille und jeder Teilnehmer dazu eine Urkunde. Nach der Preisverleihung animierte Hanna Esser von der Meckenheimer Jugendhilfe viele der Teilnehmer und Organisatoren noch zum Tanzen auf der Bühne. Von der Begeisterung ließen sich schließlich auch noch Bürgermeister Bert Spilles und der stellvertretende Leiter des Jugendhilfeausschusses Meckenheim, Peter Zachow, anstecken, sodass sie ebenfalls ihr tänzerisches Potenzial offenbarten.
