Lüftelberger Mysterienspielkreis zeigt „Filippo Neri, Revoluzzer und Komödiant Gottes“
Spannendes Theaterstück in 15 Szenen
Lüftelberg. Bereits seit 1981 erfreut der Lüftelberger Mysterienspielkreis, der Theaterverein Lüftelberg, seine Zuschauerinnen und Zuschauer mit spannenden und auch lehrreichen Theaterstücken, alle geschrieben von Kurt Faßbender.
Fast alle 38 Darsteller und Darstellerinnen stammen aus Lüftelberg. Die Personen, die in den neunziger Jahren teilweise noch als Kinder mitspielten, übernehmen heute die Rollen von Erwachsenen. Von Anfang an dabei sind unter anderem Heinz Limbach, Renate Rupp und Rosa Krämer. „Es sind sogar Ehen aus der Theatergruppe hervorgegangen“, betonte Regisseur Willi-Josef Wild, der unterstützt wird von Tamara Döhnert.
Das Stück wurde 1994 uraufgeführt. Es handelt von Filippo Neri, einer herausragenden Gestalt der katholischen Reform im Rom des 16. Jahrhunderts. 1515 in Florenz geboren, gründete er die Kongregation des Oratoriums. Er führte ein turbulentes Leben. Ihm standen die Armen und Schwachen näher als die Herren dieser Welt in ihrer Überheblichkeit. Für ihn waren sie alle nur lächerliche Zwerge.
Die zahlreichen humoristischen und oft überaus skurrilen Anekdoten, die sich um Filippos Leben ranken, verstellen zuweilen den Blick auf die mystische Glut, die von seiner Person ausging. Er war ein Rebell und trotzdem ein frommer Mann Gottes. Dies alles spiegelt sich wieder in dem Mysterienspiel von Kurt Faßbender.
Am 12. März 1622 wurde er von Papst Gregor XV. heiliggesprochen. Wer nun mehr über Filippo Neri erfahren möchte, hat die Gelegenheit, vom 31. Mai bis 7. Juni das Mysterienspiel in der Kirche St. Petrus Lüftelberg zu besuchen.
Termine: Sonntag,31. Mai, 17 Uhr (Premiere), Donnerstag, 4. Juni (Fronleichnam), 15 und 19 Uhr, Samstag, 6. Juni 17 Uhr, Sonntag, 7. Juni, 17 Uhr. Karten im Vorverkauf ab 18 Uhr unter Tel. (0 22 25) 1 79 78
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Filippo Neri (Nils Winkler) protestiert mit seiner eigenwilligen Kopfbedeckung gegen die Anordnung seines Kardinals.
