Meckenheimer Museumsverein besucht KGS Merl
„Steinzeit in der Grundschule“
Meckenheim. Spannende Unterrichtsstunden mit Geschichte zum Anfassen erlebten die zweiten Klassen der Katholischen Grundschule (KGS) Meckenheim- Merl. Heide Simm und Dr. Jörg Köpke veranschaulichten fesselnd, warum vor etwa 8000 Jahren Menschen aus der Gegend vom Plattensee in Meckenheim blieben. Die Zweitklässler brachten schon eine Menge Vorwissen mit und stellten sehr gezielt Fragen. Sie bestaunten das Modell eines Langhauses, eine Feuersteinaxt, Keramik und Mahlsteine, mit denen die Zweitklässler auch selbst versuchsweise Körner zerrieben. Da die Mehlherstellung trotz der Arbeit jedes Kindes lange dauerte, hatte Heide Simm schon Steinzeitbrot gebacken und zum Probieren mitgebracht. Als Nachtisch gab es Maulbaumbeeren. Die Klassenlehrerinnen Bernhild Deselaers und Ellen Wolff sind dankbar für solche Begegnungsmöglichkeiten. „Unsere Zweitklässler sollen viele Zugangsmöglichkeiten zum Erwerb von Wissen nutzen können. Jetzt, wo sie gut lesen und schreiben können, ist es möglich, projektbezogen und interessengeleitet zu forschen, zu hinterfragen, eigene Lebensbereiche zu vergleichen und sich für Neues zu interessieren.“
Die Kinder haben mit dieser Arbeitsweise schon Erfahrungen sammeln können, als zum Beispiel die Waldschule Bonn zu Besuch war, der Tierfilmer Pützler aus Rheinbach mit seinen Schilderungen faszinierte oder beim Holzfachhandel Reuter gelernt wurde. Die Kinder bringen Sachbücher, Filme und CDs zu den Themen mit. Sie teilen Gelerntes mündlich und in Zusammenfassungen auch schriftlich und mit gemalten Bildern mit. Auch hier wird Geschichte weiter gelernt. Erste Kinder waren am folgenden Sonntag schon im Meckenheimer Stadtmuseum in der Burg Altendorf.
