Lokalsport | 21.10.2014

SV Niederbachem - VfL Meckenheim 0 : 2 (0 :1 )

Unerwarteter Sieg gegen den Favoriten

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem Quäntchen Glück setzte sich der VfL Meckenheim gegen Tabellenführer SV Niederbachem durch

Neuzugangs Carlos Hohn bewies durch seine starke Leistung gegen Niederbachem, dass er in Meckenheim angekommen ist. Privat

Meckenheim. Tabellenführer gegen Tabellenachter - diese Konstellation ließ vor dem Spiel keinen Zweifel daran aufkommen, wer als Favorit galt. Allerdings hatte Niederbachem die letzten beiden Spiele nicht gewonnen und das letzte Heimspiel gegen den SV Wormersdorf sogar mit 3:4 verloren. So ganz ohne Chancen brauchte sich der VfL Meckenheim also nicht zu sehen. Die Startaufstellung hatte der Trainer teils urlaubsbedingt - teils aber auch aus taktischen Erwägungen heraus auf vier Positionen geändert. In der Abwehr standen Michael Feyen und Sebastian Wachter nicht zur Verfügung. Für sie kamen Carlos Hohn und Dominik Schallenberg zum Einsatz und für Sharif Sellab begann Lukas Rompf. In der Offensive spielte Armin Eslampanahnobari von Beginn an. Für ihn musste Christian Schlender zunächst auf der Auswechselbank Platz nehmen.

Der SV Niederbachem versuchte von Beginn an, Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, doch die Spieler des VfL Meckenheim waren in jeder Situation voll konzentriert. Da die Hausherren mit der kämpferischen Spielweise des VfL Meckenheim nicht zurechtkamen, entwickelten sich einige hektische Situationen, in denen die volle Souveränität des Schiedsrichters gefragt war. Unter dem Strich behielt er trotz kleinerer Fehlentscheidungen bei Einwürfen die Kontrolle über das Geschehen.

Die Platzherren kamen erwartungsgemäß zu den ersten Offensivaktionen, so zum Beispiel in der 7. Minute. Doch die gut organisierte VfL-Abwehr konnte an der Strafraumgrenze klären. In der 19. Minute hielt Sebastian Schmidt nach einer Flanke in den Meckenheimer Strafraum mit einer guten Parade seinen Kasten sauber.

Zwei Minuten später schloss Daniel Feýen einen Konter des VfL

Meckenheim mit einem Flachschuss ab. Er verfehlte das Tor aber knapp. In der 22. Minute bekam Niederbachem einen Freistoß aus 19 Metern zugesprochen, der aber von der VfL-Abwehr geklärt wurde. Den schnellen Konter aus dieser Situation über Benny Königsfeld konnte

Armin Eslampanahnobari aber nicht mehr erlaufen. Zu diesem Zeitpunkt war Meckenheim mindestens ebenbürtig und hatte sogar die besseren Chancen. In der 27. Minute startete der VfL einen weiteren Angriff über rechts in Richtung Niederbachemer Tor. Lukas Rompf spielte den Ball an der Außenlinie auf Bruno Mendes, der eine scharfe Flanke in den Strafraum schlug. Niederbachems Torhüter wehrte ab, allerdings genau vor die Füße von Jan-Hendrik Scholz. Der hatte keine Mühe, zum 1:0 für Meckenheim einzuschieben. Mit der Führung im Rücken agierte Meckenheim noch selbstbewusster und hatte das Geschehen im Griff.

Direkt nach dem Anstoß eroberte man wieder den Ball und setzte einen Konter in Richtung Niederbachemer Tor. Erneut verpasste Armin Eslampanahnobari das Leder nur knapp. Eine Standardsituation brachte dann für Niederbachem die Chance zum Ausgleich. Nach einem in den Meckenheimer Strafraum geschlagenen Freistoß aus 22 Metern musste Sebastian Schmidt Kopf und Kragen riskieren, um den Ausgleich zu verhindern. Bei dieser Aktion verletzte er sich leicht, konnte aber nach einer kurzen Behandlungspause weiter spielen (33. Minute). In dieser Phase des Spiels hatte Niederbachem mehrere gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Doch mit Einsatz und Geschick - manchmal auch mit dem nötigen Quäntchen Glück - rettet der VfL Meckenheim die knappe Führung in die Pause.

Packende zweite Halbzeit

Nach der Pause erwarteten die Zuschauer auf beiden Seiten, dass Niederbachem nun seiner Favoritenrolle gerecht werden und das Spiel drehen würde. Doch zur Verwunderung aller war es der VfL Meckenheim, der die gefährlicheren Aktionen in Richtung gegnerisches Tor startete. Selbst nach Standardaktionen der Hausherren konnte der VfL Meckenheim die geklärten Bälle selbst für tolle Offensivaktionen nutzen. So wehrte Freddy Ziburske in der 47. Minute einen Freistoß des SV Niederbachem per Kopf ab. Meckenheim startete einen vielversprechenden Konter über Bruno Mendes. Dessen Zuspiel legte sich Carlos Hohn etwas zu weit vor. In der 50. Minute griff Armin

Eslampanahnobari den ballführenden Spieler des SV Niederbachem in der eigenen Hälfte an und eroberte sich in einem fairen Zweikampf das Leder. Sein folgender Torschuss geriet aber etwas zu schwach, um Niederbachems Keeper zu überlisten. Immer wieder trug Meckenheim jetzt gekonnte Angriffe auf das gegnerische Tor meistens über Benny

Königsfeld, Bruno Mendes und Armin Eslampanahnobari vor und hätte die Führung bis zur 70. Minute längst ausbauen müssen. Doch eine nach der anderen hervorragend herausgespielten Chancen wurde im letzten Moment von Niederbachems Abwehr vereitelt oder es fehlte die letzte Präzision beim Abschluss.

Die Entscheidung

Die Befürchtungen, dass sich die nicht genutzten Torchancen rächen könnten, beendete Bruno Mendes in der 75. Minute. Nach einem Angriff auf das gegnerische Tor, bei dem der mitgelaufenen Armin Eslampanahnobari die Niederbachemer Abwehr mit durcheinander brachte, zog Bruno Mendes es vor, den Ball nicht abzuspielen und verwirrte damit die SV-Abwehr. Seinen Gegenspielerspielte er in dieser Situation aus und schloss flach in die untere linke Ecke ab. Niederbachems Torwart kam zwar noch an den Ball, konnte ihn aber nur noch gegen den Innenpfosten lenken, von wo er zum 2:0 für Meckenheim im Netz landete. Andreas Drysch versuchte nun, mit der Einwechslung frischer Spieler die Führung über die Zeit zu retten. In der 78. Minute nahm er Benny Königsfeld aus dem Spiel, der sich nach einer starken Leistung den verdienten Applaus des Meckenheimer Publikums abholte. Christian Schlender übernahm seine Rolle im Mittelfeld. In der 80. Minute kam Sharif Sellab für Lukas Rompf und in der 86. Minute Thomas Hartmann für Carlos Hohn ins Spiel. Alle eingewechselten Akteure fügten sich sofort ins Spiel ein und ließen nichts mehr abrennen. Damit war ein unerwarteter, aber verdienter Sieg perfekt. Hervorzuheben ist die geschlossene Mannschaftsleistung, bei der jeder eingesetzte Spieler mit einer tollen Leistung überzeugte. Lohn für diese Arbeit ist als Momentaufnahme Tabellenplatz 6 mit Blickkontakt zur Spitze.

Aufstellung

Schmidt, Ansey, Hohn 86. Hartmann), Schallenberg,

Rompf (80. Sellab), Ziburske, Scholz, D. Feyen, Mendes, Königsfeld

(78. Schlender), Eslampanahnobari

Andere Ergebnisse des Vereins

Kreisliga C3:

SV Niederbachem II - VfL Meckenheim II 5:2 (2:2)

Die erste Saisonniederlage musste der VfL Meckenheim bei der Zweitvertretung des SV Niederbachem einstecken. Schon in der 8.

Minute geriet man in Rückstand, konnte diesen aber in der 22. Minute durch Harry Kinas wettmachen. Auch das 2:1 für den SV Niederbachem II in der 24. Minute glich Marvin Hecker noch vor der Pause aus (44. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel geriet die Mannschaft von Trainer Günther Porath erneut mit 3:2 in Rückstand. Alle Hoffnung auf wenigstens eine Punkteteilung machte Heinrich Oldenburger in der 80. Minute mit einem Eigentor zum 4:2 für die Platzherren zunichte. Den Schlusspunkt setzte der SV Niederbachem II in der 90. Minute mit dem 5:2. Trotz dieser Niederlage steht die Mannschaft des VfL Meckenheim II noch hervorragend da. Mit 17 Punkten belegt man den zweiten Platz hinter dem FC Flerzheim (19 Punkte) bei einem Spiel weniger.

Kreisliga D4

TuRa Oberdrees III - VfL Meckenheim III 3:0 (2:0)

Eine Niederlage musste auch die Mannschaft von Stefan Schmied einstecken. Bei TuRa Oberdrees III gab es ein 0:3. Die Gegentore fielen in der 11., 18. und 48. Minute. Damit steht die dritte Mannschaft des VfL Meckenheim mit 10 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sich Stefan Schmied jede Woche elf einsatzfähige Spieler zusammensuchen muss, ist das bisherige Abschneiden in der Meisterschaft nicht hoch genug zu würdigen.

Neuzugangs Carlos Hohn bewies durch seine starke Leistung gegen Niederbachem, dass er in Meckenheim angekommen ist. Foto: Privat

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