Grußwort des Landrates anlässlich der Eröffnung der Servicestelle „FragNach“
Vielfältiges Hilfs- und Unterstützungsangebot wird erweitert
Meckenheim. Mit der Einführung des Bundeskinderschutzgesetztes 2012 wurden der Ausbau früher Hilfen und der damit verbundene Kinderschutz gesetzlich verankert. Unter anderem sollen die Angebotserweiterung im Bereich der frühen Hilfen, der Ausbau von Netzwerkstrukturen schon für werdende Eltern und der Einsatz von Familienhebammen gestärkt werden. Diese Aufgaben sind hier im linksrheinischen Kreisgebiet in interkommunaler Zusammenarbeit durch den Auf- und Ausbau des Netzwerkes „Frühe Hilfen vor dem Kinderschutz“ sehr gut gelungen. Seit dem Jahr 2007 finden regelmäßige Netzwerktreffen statt.
Nun eröffnen wir in Kooperation mit der Diakonie die Servicestelle „FragNach“, einen weiteren Baustein im Bereich der frühen Hilfen für den Zuständigkeitsbereich der Gemeinden Alfter, Swisttal und Wachtberg und ab Juli auch für die Stadt Meckenheim. Ich freue mich, stellvertretend für die Bürgermeisterin der Gemeinde Wachtberg, Renate Offergeld, für den Bürgermeister der Gemeinde Alfter, Herrn Dr. Schumacher, sowie den Bürgermeister der Gemeinde Swisttal, Eckehard Maack, die Begrüßung vornehmen zu dürfen.
Die Servicestelle ist Anlaufstelle für Eltern mit Kindern bis sechs Jahre, für Schwangere und werdende Eltern sowie für Institutionen rund um Familie. Sie berät und vermittelt zu Schwangerenberatung, Krabbelgruppen, Frühförderung, Elternberatung und vieles mehr.
Die gute interkommunale Zusammenarbeit gemeinsam mit dem freien Träger Diakonie ermöglicht einen breiten Überblick über die vielfältigen Hilfs- und Unterstützungsangebote im linksrheinischen Kreisgebiet. Die Zielgruppe und die Kooperationspartner machen letztlich nicht an einer kommunalen Grenze halt und fragen nicht nach, ob das Hilfs- und Unterstützungsangebot, zum Beispiel Babyschwimmen oder eine Krabbelgruppe, noch im Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes des jeweiligen Wohnortes ist. Sie wollen, dass ihnen in der jeweiligen Lebenssituation mit einem Angebot auch über kommunale Grenzen hinaus geholfen wird. Die Servicestelle ist schon seit fast einem Jahr in der Vorbereitung tätig. Kontakte zu Ärzten, Hebammen, Beratungsstellen sowie weiteren Kooperationspartnern mussten aufgebaut und institutionalisiert werden. Die Internetplattformen „frühehilfen.info“ für die jeweiligen Gemeinden mussten eingerichtet und mit Daten eingepflegt werden.
Landrat Sebastian Schuster
