Viertes Familienzentrum in Meckenheim auf dem Prüfstand
Aktuelle Zahlen und Planung sollen abgewartet werden
Meckenheim. Geplant sind insgesamt vier Familienzentren in der Stadt. Zwei gibt es bereits, ein Drittes wird auf der Meckenheimer Sonnenseite neu gebaut. Ob auch die Pusteblume am Siebengebirgsring zum Familienzentrum umgebaut wird, steht jedoch derzeit auf der Kippe. Der Finanzausschuss beschäftigte sich mit dieser Frage bei den Haushaltsberatungen auf Antrag der CDU-Fraktion. Im diesjährigen Haushalt sind 30.000 Euro für die Planungen rund um die Einrichtung „Pusteblume“ am Siebengebirgsring vorgesehen. Für die nächsten Jahre jedoch hat die Stadt eine Verpflichtungsermächtigung über insgesamt 867.000 Euro übernommen, mit denen die Kindertagesstätte zu einem Familienzentrum umgebaut werden sollte. Nach den derzeitigen Plänen würden im Jahr 2014 rund 287.000 Euro für die Umbauarbeiten benötigt werden, 2015 wären es nochmal 580.000 Euro. Ob es so weit kommt, scheint jedoch noch nicht abschließend entschieden zu sein. Die ursprünglichen Pläne, in der Stadt vier zertifizierte Familienzentren anzubieten, könnten angesichts der geänderten Richtlinien zur Bezuschussung nochmal gekippt werden.
Derzeit hat Meckenheim in katholischer und in evangelischer Trägerschaft jeweils ein Familienzentrum mit dem JOhannesnest und der Kita „Am Ehrenmal“. Hinzu kommt die neue Kindertagesstätte auf der Meckenheimer Sonnenseite, die in städtischer Trägerschaft zum Familienzentrum werden soll. Ob es nun ein zweites städtisches Familienzentrum geben wird, bleibt auch nach dem Finanzausschuss offen. Bei den 30.000 Euro in diesem Jahr handele es sich um Planungskosten, um dann zu sehen, wie es später mit dieser Immobilie weitergehen solle, erläuterte Bürgermeister Bert Spilles. „In Meckenheim tut sich sehr viel, es gibt viele Unwägbarkeiten und wir werden daher untersuchen, ob mehr Gruppenräume sinnvoller sind als ein Familienzentrum“. Dieses werde jedoch im Jugendhilfeausschuss, im Bauausschuss und im Hauptausschuss geschehen. So könne man zeitnah und auf der Basis aktueller Zahlen eine Entscheidung für oder gegen den Ausbau zum Familienzentrum für die „Pusteblume“ treffen.
