Heimatverein Meckenheim
Wiedererrichtung des Fliegerkreuzes
Nach zweimaliger Schändung wieder instand gesetzt
Meckenheim. Der Heimatverein Meckenheim hat das Fliegerkreuz an der Straße „Am Mühlweier“ nach zweimaliger Schändung instand setzen lassen und am gleichen Ort wieder aufgestellt. Die erforderlichen Reparaturen erfolgten durch den Restaurator Roland Gassert aus Klein-Villip. Das Kreuz wurde in letzter Zeit zweimal abgesägt und danach beim Bauhof der Stadt eingelagert. Der verstorbene Heimatforscher Hubert Spilles hatte das Kreuz 2001 an der Stelle errichten lassen, an der nach einem Luftkampf während des Zweiten Weltkrieges, am 4. Oktober 1943, zwei junge Flieger bei dem Absturz ihres Flugzeuges starben. Die Namen des Flugzeugführers Emil Haupt und des Bordfunkers Leopold Berger sind auf dem Kreuz zu lesen. Die Familien der Gefallenen hatten sich ebenfalls an der Errichtung des Kreuzes beteiligt. Der Heimatverein hofft nun, dass dieses Gedenkkreuz für zwei viel zu früh verstorbene junge Männer, in Zukunft respektiert wird und nicht wieder einem sinnlosen Vandalismus zum Opfer fällt. Das in der Nachbarschaft befindliche weiße Kreuz wurde ebenfalls durch den Verein wieder instand gesetzt und mit einem neuen Christuskorpus versehen. Dieses Kreuz war nach seiner ersten Zerstörung vom Heimatverein 2012 komplett erneuert worden, wurde danach aber erneut geschändet und der Christus dabei zerstört. Beide Kreuze werden in dem vom Heimatverein herausgegebenen Buch über die Wegekreuze und kleinen Kapellen in Meckenheim ausführlich beschrieben.

Herzlichen Dank für die verdienstvolle Aktion des Heimatvereins