Meckenheimer Malteser feierten ihr 50-jähriges Bestehen
„Wir Malteser sind Kirche“
Alles begann mit einem Erste Hilfe-Kurs
Meckenheim. Den Malteser Hilfsdienst gibt es seit 62 Jahren, in Meckenheim besteht die Gruppe nunmehr seit 50 Jahren. Das war für die 45 aktiven Mitglieder ein Grund, mit einem fröhlichen Fest dieses Jubiläum zu feiern. Nach dem Gottesdienst mit Pfarrer Markus Polders aus Wesseling feierten die Malteser mit ihren Gästen in der Schützenhalle. Zuvor war das neue Banner der Malteser Jugend eingeweiht worden, dass stolz den Gästen vorgeführt wurde. Und so hat alles begonnen: 1965 führten die Rheinbacher Malteser einen Erste Hilfe-Kurs in Meckenheim durch. Dabei entwickelten die Meckenheimer den Wunsch, eine eigene Gliederung des Malteser Hilfsdienstes in der Apfelstadt zu gründen. Die Jugend-Kolping-Gruppe, die anschließend zur Jugend-Malteser- Gruppe wurde, begann mit zwei Decken, zwei Sanitätstaschen und einem Erste Hilfe-Kurs ihren ehrenamtlichen Dienst. Hauptaufgaben waren und sind Erste Hilfe- Ausbildung und Sanitätsdienste. So leisteten die Meckenheimer Malteser zum Beispiel tatkräftige Hilfe beim Papstbesuch auf dem Butzweiler Hof, beim Swisthochwasser 1984, beim Nebelunfall auf der A61 im Januar 1985 und bei vielen anderen Katastrophen. Im Gegensatz zu den hauptamtlichen Kräften bei den Rheinbacher Maltesern, ist ihr Dienst mehr auf die Versorgung oder Verpflegung von unverletzten Einsatzkräften gerichtet. So war es auch 2008 beim Brand der Dreifachturnhalle auf dem Schulcampus in Meckenheim, bei einer Hausexplosion 2011 in der Adendorfer Straße und zuletzt bei einem Brand im Meckenheimer Gewerbegebiet. Die Gliederung des Meckenheimer Malteser Hilfsdienstes ist zwar gut aufgestellt, hat keine Nachwuchssorgen, freut sich aber doch über neue Mitglieder. Zu erwähnen ist besonders der Sanitätsdienst auf dem Schulcampus, den vor allem Ulf Krüger angestoßen hat. Während der Jubiläumsfeier in der Schützenhalle erinnerte der derzeitige Beauftragte der Meckenheimer Malteser, Christian Löllgen, an seine Vorgänger Winfried Speth, Irmingard Meier (verstorben), Karl Mertens, Horst-Dieter Lülsdorf und Joachim Neienhuis. Weiter begrüßte er die Pfarrer Malchereck und Tewes, Abordnungen der Meckenheimer Polizei, der Feuerwehr und der St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Als Festredner übernahm der Kölner Diözesanleiter, Albrecht Prinz von Croy, das Wort. Er hatte lobende Worte für die Meckenheimer Malteser und vor allen Dingen für die Jugendlichen. „Wir Malteser sind Kirche“, betonte er in seiner Rede und, „wir überbringen eine Botschaft an die Menschen, die lautet "Du bist nicht allein". Wir überbringen als Malteser Mut und Kraft und können so manchen zum Glauben zurückbringen“. Aber er überbrachte nicht nur gute Worte, sondern auch einen Scheck über 500 Euro für die weitere ideelle und aufopferungsvolle Arbeit der Malteser. Bettina Wilms vom Ordnungsamt der Stadt Meckenheim übermittelte die besten Grüße und Glückwünsche der Stadtverwaltung und des Rates zum Jubiläum, verbunden mit einem Dank für die vielen Einsätze der Malteser. Im vergangenen Jahr waren es circa 70 Sanitätsdiensteinsätze, die in 2.400 Stunden geleistet wurden. In 56 Kursen nahmen insgesamt 556 Teilnehmer an Erste Hilfe-Kursen teil. Zum Abschluss des Jubiläums spielte „Die Band“ aus Meckenheim zu Melodien der letzten 30 Jahre auf und ein tolles Büfett mit warmen und kalten Köstlichkeiten rundeten das Fest ab.
