Special Olympics Weltspiele - Deutsches Team kehrt mit ausgezeichneter Bilanz von den Weltspielen aus Los Angeles zurück
Daniel Labonde gewinnt viermal Bronze im Gewichtheben
Saffig / Miesenheim / Los Angeles. Die 194 Personen umfassende deutsche Delegation hat sich mit ihren sportlichen Leistungen, ihrem Auftreten und ihrem Teamgeist auf der internationalen Bühne der Special Olympics World Games in Los Angeles großartig präsentiert.
Viermal Bronze für Daniel Labonde
Zehn Tage lang haben die 138 Athletinnen, Athleten und Unified Partner von Special Olympics Deutschland (SOD) bei den Weltspielen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung ihr Bestes gegeben und diese Erfahrungen mit mehr als 6.500 Sportlerinnen und Sportlern aus 165 Ländern geteilt. Zu den Athleten der Delegation gehörte auch der Saffiger Sportler Daniel Labonde. Der 35-jährige trat in „seiner“ Sportart Kraftdreikampf an und errang gleich vier Mal die Bronzemedaille. „Es waren unglaublich schöne Momente, die ich erleben durfte. Das ich auch in meiner schwächsten Disziplin, der Kniebeuge, im dritten Versuch 112,5 Kilogramm hebe, hätte ich selbst nicht für möglich gehalten. Aber meine Motivation war so hoch, dass ich die ganze Anspannung vor dem Turnier in die Gewichte legen konnte.“
Persönlicher Rekord
Zuversichtlich blickt der in Miesenheim wohnende Sportler in die Zukunft: „Da geht vielleicht noch mehr. Ich denke, dass ich meine persönliche Bestleistung noch weiter steigern kann.“ In seiner Lieblingsdisziplin „Kreuzheben“, ließ er im 3. Versuch 175 Kilogramm auf die Stange legen und stemmte auch dieses Gewicht. „Auch das war mein persönlicher Rekord. Das war schon eine super Sache.“ Stolz zeigte sich auch Trainer Jupp Engels mit Special-Olympics-Koordinatorin und Mitarbeiterin der Barmherzigen Brüder Saffig, Andrea Mönch über den Erfolg von Daniel Labonde: „Daniel hat sich in den letzten Wochen intensiv auf die World-Games vorbereitet, dass er sogar mit vier Medaillen zurück kommt, freut uns natürlich besonders.“ Neben den Bronzerängen in den drei Disziplinen Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben gab es die vierte Medaille darüber hinaus für den 3. Platz im Gesamtklassement.
Teil einer internationalen Gemeinschaft
Insgesamt 110 Medaillen bringen die Athletinnen und Athleten mit nach Hause, davon 46 Gold-, 25 Silber- und 39 Bronzemedaillen. Bei Special Olympics erhalten durch die Klassifizierung in homogene Leistungsgruppen alle Sportler eine Chance auf Medaillen, auf gute Platzierungen und damit auf Anerkennung. „Die sportliche Bilanz unserer Mannschaft ist beeindruckend. Noch bedeutsamer als die Medaillen war ihr Auftreten hier, das geprägt war von der großen Motivation jedes Einzelnen und einem herausragenden Teamgeist“, resümiert Delegationsleiter Nils Collingro. „Die Athletinnen und Athleten fahren in dem Bewusstsein nach Hause, zu einer großen, internationalen Gemeinschaft von Sportlerinnen und Sportlern zu gehören, und sie haben mit ihrer Präsenz und ihrem Können viele neue Freunde für sich und für Special Olympics gewonnen. Die Erfolge und Erlebnisse dieser Weltspiele werden weit in den sportlichen Alltag ausstrahlen und neue Anregungen und Impulse geben.“
Vielleicht gibt's ein "Saffiger Team"
Für Daniel Labonde geht es indes weiter, er hat den nächsten Wettkampf bereits im Blick: „Bald stehen die Deutschen Spiele an, dann will ich auch wieder mitmischen. Vielleicht findet sich ja noch jemand bei den Sportfreunden Saffig, der sich qualifiziert. Dann können wir als Saffiger-Team auftreten, das spornt dann noch mal mehr an“, so der sympathische Bronzemedaillengewinner.
Athlet der deutschen Delegation und vierfacher Medaillen-Gewinner: Daniel Labonde.
