SG Eintracht Mendig/Bell
Der Jubel kannte keine Grenzen
Ein 0:0 beim TuS Oberwinter reichte für den Aufstieg in die Rheinlandliga
Mendig/Bell. Es ist vollbracht, die SG Eintracht Mendig/Bell ist Meister der Bezirksliga Mitte und spielt künftig in der Rheinlandliga, dem Oberhaus des Fußballkreises Rheinland. Im letzten Spiel reichte ein hart umkämpftes 0:0 beim TuS Oberwinter, um die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen.
Der Jubel nach dem Schlusspfiff kannte bei Vereinsverantwortlichen, Spielern und Fans keine Grenzen. „Wir haben drei Jahre lang auf diesen Augenblick hingearbeitet. Und ich muss das als Trainer und Mensch jetzt erst einmal verarbeiten“, meinte ein überglücklicher SG-Trainer Wolfgang Müller nach dem Spiel. „Dass wir nach dem unglücklichen Ende letztes Jahr diese Saison noch mehr Punkte holen und sogar einen Elf-Punkte-Rückstand auf die SG 99 Andernach aufholen, ist einfach sensationell.“ Man benötigte im Spiel gegen den TuS Oberwinter mindestens einen Punkt, um den Aufstieg klarzumachen - und diesen einen Punkt holte man sich auch. In ersten Abschnitt war man auch die überlegene Mannschaft, die ein deutliches Chancenplus verbuchen konnte. Niklas Heinemann konnte aber ebenso wie Thomas Nürnberg und John Rausch kein Kapital aus den Möglichkeiten schlagen.
Der TuS Oberwinter versuchte, immer mal wieder zu kontern. Und einer dieser Angriffe ließ den Ball sogar im Netz zappeln, jedoch wurde der Treffer von Patrick Melcher vom souveränen Schiedsrichter Richard Kochanetzki wegen Abseits aberkannt. Im zweiten Abschnitt ließen zunächst beide Mannschaften wenig zu. Erst in den Schlussminuten sorgten einige Standards der Hausherren für Gefahr und man musste noch einmal zittern. Doch die Jungs leisteten sich dabei keinen Schnitzer, sodass mit dem Abpfiff alle Dämme brachen. „Der Aufstieg ist der Lohn für jahrelange, gute Arbeit. Ich bin einfach mächtig stolz auf die Jungs“, frohlockte Bernd Krayer Vorsitzender der SG Eintracht Mendig/Bell. Dem sportlichen Leiter Frank Schmitz fiel eine Zentnerlast von den Schultern: „Allen Verantwortlichen und Spielern gebührt ein riesiges Lob. Vor nicht allzu langer Zeit dümpelten wir noch in der B- und A-Klasse - und jetzt spielen wir in der höchsten Verbandsklasse.“ Kapitän Sebastian Mintgen konnte dem nur zustimmen: „Wir waren über die Saison gesehen die beste Mannschaft und haben uns den Aufstieg mehr als verdient. Nachdem wir letztes Jahr am letzten Spieltag scheiterten und die geplante Meisterfeier ins Wasser fiel, werden wir heute spontan das Brauhaus und ganz Mendig auf den Kopf stellen.“ Und das wurde dann auch getan. Jetzt bereitet sich der gesamte Verein auf die kommende Saison in der Rheinlandliga vor, es gibt viel zu tun. So hoch wurde in Mendig in den aktuellen Klasseneinteilungen noch nie Fußball gespielt, somit war es ein historischer Tag in der Geschichte des Mendiger Fußballs.
Für die SG Eintracht spielten
Jan Heinemann, Ibragimow, Schäfer, Kossmann, Geisen, Schlich, Kreft, Rausch, Nürnberg (85. Ch. Müller), Niklas Heinemann, Mintgen (83. Bolz). Aktuelle Infos unter http://www.sgeintrachtmendigbell.de.
