Realschule plus Mendig
Der „Nerd“ sorgte bei den Schülern für Begeisterung
Autor Manfred Theisen las aus seinem neuesten Buch „Nerd Forever“
Mendig. Der durch zahlreiche preisgekrönte Bücher bekannte Autor berichtete zuerst über die Entstehung seines Comicromans, dessen Zeichnungen aus der Feder eines 13-jährigen Schülers stammen, der an einem seiner Workshops teilgenommen hatte. Weil dieser keine Lust zu schreiben hatte, sollte er einfach einen Nerd zeichnen. Das Resultat war verblüffend. Er zeichnete diese Figur in verschiedenen Situationen, die so lustig waren, dass Manfred Theisen beschloss, daraus eine Geschichte zu machen.
Die Hauptperson des Romans, der Nerd, kennt das Leben nur aus dem Internet. Er sitzt zu Hause und kommuniziert mit seinen angeblichen Freunden auch nur über dieses Medium. Eines Tages findet er sich jedoch in der Schule wieder und muss sich notgedrungen mit der Realität zurechtfinden. Für ihn ein Kulturschock. Überall lauern Gefahren. Manfred Theisen sagt selbst, das Buch sei eine Satire über das System in der Schule, wie es Schüler erleben. Über die Opfer von Mobbing, über die „mächtigen Typen“ und das Mädchen, in das man sich verliebt.
Dem Autor gelang es aber nicht nur, die Schüler mit seinem Lesevortrag zu begeistern. Am unterhaltsamsten waren seine Unterbrechungen, mit denen er die Schüler zum Lachen brachte. So gab er kleine satirische Lektionen und überraschte die Zuhörer mit seinen soziologischen und verhaltenspsychologischen Kenntnissen.
Da die Zeit einfach zu schnell vergangen war, konnten viele Fragen nicht mehr beantwortet werden. Deshalb war man sich einig, dass Manfred Theisen noch einmal eingeladen werden müsse.
Manfred Theisen liest aus seinem neuesten Comicroman „Nerd Forever“ Foto: privat
