Die 2. Sitzung in Bell war ein voller Erfolg
MG Beller Jäße und KG „Blaue Funken“ präsentierten ein rundum stimmiges Programm
Bell. Etwa fünf Stunden lang hielten die KG Blaue Funken Bell und die Möhnengesellschaft Beller Jäße am vergangenen Samstagabend wieder einmal eine restlos begeisterte Narrenschar mit einem Programm in Atem, dass sich sehen lassen konnte. Durch den kurzweiligen Abend führte Obermöhn Beate Perzewski in diesem Jahr jedoch nicht mit dem amtierenden Sitzungspräsident Bernhard Wölwer, der leider aus familiären Gründen verhindert war, sondern mit dem Ehrenpräsidenten Alfons Mauermann, der sich zu Beginn der Session 2011/2012 als Sitzungspräsident von den Beller Jecken verabschiedet hatte.
Zur großen Freude von Obermöhn Beate Perzewski und des närrischen Publikums stellte der karnevalistische Vollprofi von der ersten bis zur letzten Minute der Sitzung unter Beweis, dass er nichts von seinem Humor und seinem Charme eingebüßt hatte. Nachdem alle Beller Korporationen sich auf der Bühne vor dem herrlichen, neu gestalteten Bühnenbild aufgestellt hatten, hieß Alfons Mauermann Carsten Liersch und Claus Heuft willkommen, die während der Sitzung gemeinsam mit den Technikern Stefan Müller, Tobias Thieringer und Michael Steffens für den richtigen Ton sorgten. Sodann hieß es für vier „Stoppelhopser“ und vier Tänzerinnen der Möhnengarde „Rock around the clock!“ Unter der bewährten Leitung von Martina Endres und Melanie Genn hatte der Nachwuchs eine Tanzdarbietung einstudiert, die an Fantasie und Rhythmus nichts zu wünschen übrig ließ.
Das Geschehen im Dorf
Bestens informiert über das Geschehen im Dorf zeigten sich die Feuerwehrkameraden Tim Mintgen, Sebastian Luxem und Lars Perzewski bei ihrer ersten Jahres-Besprechung im Feuerwehrhaus. Während sie ihre Kehlen mit einem guten Schluck aus der Bierflasche ölten, blieb kaum jemand von dem ausgiebigen Dorfklatsch verschont. Ob es sich um ein denkwürdiges Erlebnis bei einer Thai-Massage, den Urlaub der Bürgermeistergattin, die Einweihung des neuen Dorfplatzes, die KG-Tour oder um einen in „Blick aktuell“ veröffentlichten Bericht über eine Möhnenversammlung handelte, in dem nicht nur das Protokoll, sondern auch eine ursprünglich geheime Telefon-Nummer bekannt gegeben wurde – das Narrenvolk im Saal hatte seine helle Freude.
Frenetischer Beifall
Während das geradezu über die Bühne schwebende Solomariechen der MG Beller Jäße für einen wahren Augenschmaus sorgte, strapazierte Werner Blasweiler aus Mayen anschließend die Lachenmuskeln der Jecken auf das Äußerste. So gab er als „Doktor Blasweiler“ nicht nur nützliche Gesundheitstipps, sondern bewies auch, dass Elternratschläge nicht immer die Besten sein müssen, wie zum Beispiel: „Kinder, esst den Teller leer, dann gibt´s schönes Wetter“. Sein Fazit: „Wat han mer heut davon? Erderwärmung und zu dicke Kinder!“ Der weit über die Region hinaus beliebte Karnevalist erntete jedoch nicht nur für seine Pointen, sondern auch für sein soziales Engagement frenetischen Beifall. So spendet er in dieser Session die Gagen für alle seine Auftritte der „Elterninitiative krebskranker Kinder Koblenz e. V.“. Um evtl. Gerüchten vorzubeugen, stellte Alfons Mauermann klar, dass es für die Aktion von Werner Blasweiler keine persönlichen bzw. familiären Gründe gebe, sondern dass der Karnevalist einfach helfen wolle. Nachdem die Nachwuchstanzgruppe der MG Beller Jäße „Junges Gemüse“ als zauberhafte Tänzerinnen aus dem Orient nach der Musik „Arabian Nights“ mit einer fantastischen Darbietung begeisterten, die sie mit ihren Trainerinnen Maike Daub und Anna Wölwer einstudiert hatten, wurde das Riedener Prinzenpaar, Prinzessin Sabine III. von Frohsinn und Komede und Prinz Peter II. von Pappe und Schiefer, das gemeinsam mit seinem Gefolge einen temperamentvollen Auftritt präsentierte, mit nicht enden wollendem Beifall begrüßt. Spätestens, als sie ihr Lied „Mir jeht et joot...“ anstimmen, hatten sie die Herzen der Beller Narren im Sturm erobert.
Erste Rakete des Abends
Die erste Rakete des Abends ging an das Wehrer Bütten-As Kurt Gerhartz, der sein karnevalistisches Talent offensichtlich an seine beiden Töchter Pia und Vera vererbt hat. Während der humorvolle “Breikopp“ zunächst gemeinsam mit seiner älteren Tochter Vera die Beller Narhalla auf Temperatur brachte, brachte seine zehnjährige Tochter Pia mit ihre coolen Schlagfertigkeit den Saal zum Kochen. Nachdem 13 attraktive Tänzerinnen der Möhnengarde mit ihrem bravourösen Gardetanz nicht nur die Herzen der männlichen Jecken höher schlagen ließen, gerieten die Närrinnen und Narren im Saal beim Einmarsch der „Föttchesföhler“ völlig außer Rand und Band. Die vor zehn Jahren von Martin Röser gegründete Musikgruppe hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ derart gemausert, dass sie inzwischen bei vielen Veranstaltern als Garant für eine Superstimmung gilt.
Bemerkenswerte Darbietungen
Auch nach der Pause wurde das Narrenvolk mit bemerkenswerten Darbietungen verwöhnt. So wurden die se(x)chs „Tänzer“: Alois Rothbrust, Piet Börder, Tobias Genn, Lars Perzewski, Tim Mintgen und Bernd Merkler nach langer Suche in ihren Hosen endlich fündig und freuten sich, als sie unter den Klängen von „Aber Dich, gibt´s nur einmal für mich“ je eine Flasche Bier aus den Hosenbeinen zauberten. Nachdem Udo Krayer als „Beller Jung“ die Bütt geentert hatte, beeindruckten Lukas Daub, Florian Sänger und Phillip Wölwer mit einem musikalischen Spektakel der Extraklasse! Die Rhythmusgruppe bediente sich nicht etwa eines normalen Schlagzeugs, sondern brillierte mit Hilfe von Töpfen, Schüsseln, Gläsern und sogar einer leeren Mülltonne. Nachdem die gestiefelt und gespornten Stadtsoldaten sich wieder einmal unter der Leitung ihres Kommandanten Lars Perzewski von ihrer besten tänzerischen Seite gezeigt hatten, sorgte die in einem zauberhaften maritimen Outfit gewandete Tanzgruppe der KG Beller Jäße mit ihrem atemberaubenden Showtanz für einen künstlerischen Hochgenuss, der von dem Solo-Tanzpaar Eric Meurer und Sophie Klein mit einer Spitzenleistung gekrönt wurde.
Tolle Stimmung bis in die späten Stunden
Den Abschluss des ebenso abwechslungsreichen wie zum Teil höchst anspruchsvollen Programms gelang es dem Hasebuur Quintett (Bernd Meurer, Mario Brötz, Peter Börder, Alfons Mauermann sowie Claus Heuft an der Orgel und Uli Endres am Support) wieder einmal hervorragend, die Stimmung im Saal auch zur späten Stunde noch einmal auf Hochtouren zu bringen. SF
Die erste Rakete des Abends gab es für Kurt Gerhartz und seine Töchter.
Bestens informiert über das Geschehen im Dorf zeigten sich die Feuerwehrkameraden Tim Mintgen, Sebastian Luxem und Lars Perzeweski.
