Allgemeine Berichte | 28.01.2013

Die 2. Sitzung in Bell war ein voller Erfolg

MG Beller Jäße und KG „Blaue Funken“ präsentierten ein rundum stimmiges Programm

Zu Beginn der Sitzung hatten alle Beller Korporationen sich auf der Bühne vor dem herrlichen, neu gestalteten Bühnenbild aufgestellt. SF

Bell. Etwa fünf Stunden lang hielten die KG Blaue Funken Bell und die Möhnengesellschaft Beller Jäße am vergangenen Samstagabend wieder einmal  eine restlos begeisterte Narrenschar mit einem Programm in Atem, dass sich sehen lassen konnte. Durch den kurzweiligen Abend führte Obermöhn Beate Perzewski in diesem Jahr jedoch nicht mit dem amtierenden Sitzungspräsident Bernhard Wölwer, der leider aus familiären Gründen verhindert war, sondern mit dem Ehrenpräsidenten Alfons Mauermann, der sich zu Beginn der Session 2011/2012 als Sitzungspräsident von den Beller Jecken verabschiedet hatte.

Zur großen Freude von Obermöhn Beate Perzewski und des närrischen Publikums stellte der karnevalistische Vollprofi von der ersten bis zur letzten Minute der Sitzung unter Beweis, dass er nichts von seinem Humor und seinem Charme eingebüßt hatte. Nachdem alle Beller Korporationen sich auf der Bühne vor dem herrlichen, neu gestalteten Bühnenbild aufgestellt hatten, hieß Alfons Mauermann Carsten Liersch und Claus Heuft willkommen, die während der Sitzung gemeinsam mit den Technikern Stefan Müller, Tobias Thieringer und Michael Steffens für den richtigen Ton sorgten. Sodann hieß es für vier „Stoppelhopser“ und vier Tänzerinnen der Möhnengarde „Rock around the clock!“ Unter der bewährten Leitung von Martina Endres und Melanie Genn hatte der Nachwuchs eine Tanzdarbietung einstudiert, die an Fantasie und Rhythmus nichts zu wünschen übrig ließ.

Das Geschehen im Dorf

Bestens informiert über das Geschehen im Dorf zeigten sich die Feuerwehrkameraden Tim Mintgen, Sebastian Luxem und Lars Perzewski bei ihrer ersten Jahres-Besprechung im Feuerwehrhaus. Während sie ihre Kehlen mit einem guten Schluck aus der Bierflasche ölten, blieb kaum jemand von dem ausgiebigen Dorfklatsch verschont. Ob es sich um ein denkwürdiges Erlebnis bei einer Thai-Massage, den Urlaub der Bürgermeistergattin, die Einweihung des neuen Dorfplatzes, die KG-Tour oder um einen in „Blick aktuell“ veröffentlichten Bericht über eine Möhnenversammlung handelte, in dem nicht nur das Protokoll, sondern auch eine ursprünglich geheime Telefon-Nummer bekannt gegeben wurde – das Narrenvolk im Saal hatte seine helle Freude.

Frenetischer Beifall

Während das geradezu über die Bühne schwebende Solomariechen der MG Beller Jäße für einen wahren Augenschmaus sorgte, strapazierte Werner Blasweiler aus Mayen anschließend die Lachenmuskeln der Jecken auf das Äußerste. So gab er als „Doktor Blasweiler“ nicht nur nützliche Gesundheitstipps, sondern bewies auch, dass Elternratschläge nicht immer die Besten sein müssen, wie zum Beispiel: „Kinder, esst den Teller leer, dann gibt´s schönes Wetter“. Sein Fazit: „Wat han mer heut davon? Erderwärmung und zu dicke Kinder!“ Der weit über die Region hinaus beliebte Karnevalist erntete jedoch nicht nur für seine Pointen, sondern auch für sein soziales Engagement frenetischen Beifall. So spendet er in dieser Session die Gagen für alle seine Auftritte der „Elterninitiative krebskranker Kinder Koblenz e. V.“. Um evtl. Gerüchten vorzubeugen, stellte Alfons Mauermann klar, dass es für die Aktion von Werner Blasweiler keine persönlichen bzw. familiären Gründe gebe, sondern dass der Karnevalist einfach helfen wolle. Nachdem die Nachwuchstanzgruppe der MG Beller Jäße „Junges Gemüse“ als zauberhafte Tänzerinnen aus dem Orient nach der Musik „Arabian Nights“ mit einer fantastischen Darbietung begeisterten, die sie mit ihren Trainerinnen Maike Daub und Anna Wölwer einstudiert hatten, wurde das Riedener Prinzenpaar, Prinzessin Sabine III. von Frohsinn und Komede und Prinz Peter II. von Pappe und Schiefer, das gemeinsam mit seinem Gefolge einen temperamentvollen Auftritt präsentierte, mit nicht enden wollendem Beifall begrüßt. Spätestens, als sie ihr Lied „Mir jeht et joot...“ anstimmen, hatten sie die Herzen der Beller Narren im Sturm erobert.

Erste Rakete des Abends

Die erste Rakete des Abends ging an das Wehrer Bütten-As Kurt Gerhartz, der sein karnevalistisches Talent offensichtlich an seine beiden Töchter Pia und Vera vererbt hat. Während der humorvolle “Breikopp“ zunächst gemeinsam mit seiner älteren Tochter Vera die Beller Narhalla auf Temperatur brachte, brachte seine zehnjährige Tochter Pia mit ihre coolen Schlagfertigkeit den Saal zum Kochen. Nachdem 13 attraktive Tänzerinnen der Möhnengarde mit ihrem bravourösen Gardetanz nicht nur die Herzen der männlichen Jecken höher schlagen ließen, gerieten die Närrinnen und Narren im Saal beim Einmarsch der „Föttchesföhler“ völlig außer Rand und Band. Die vor zehn Jahren von Martin Röser gegründete Musikgruppe hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ derart gemausert, dass sie inzwischen bei vielen Veranstaltern als Garant für eine Superstimmung gilt.

Bemerkenswerte Darbietungen

Auch nach der Pause wurde das Narrenvolk mit bemerkenswerten Darbietungen verwöhnt. So wurden die se(x)chs „Tänzer“: Alois Rothbrust, Piet Börder, Tobias Genn, Lars Perzewski, Tim Mintgen und Bernd Merkler nach langer Suche in ihren Hosen endlich fündig und freuten sich, als sie unter den Klängen von „Aber Dich, gibt´s nur einmal für mich“ je eine Flasche Bier aus den Hosenbeinen zauberten. Nachdem Udo Krayer als „Beller Jung“ die Bütt geentert hatte, beeindruckten Lukas Daub, Florian Sänger und Phillip Wölwer mit einem musikalischen Spektakel der Extraklasse! Die Rhythmusgruppe bediente sich nicht etwa eines normalen Schlagzeugs, sondern brillierte mit Hilfe von Töpfen, Schüsseln, Gläsern und sogar einer leeren Mülltonne. Nachdem die gestiefelt und gespornten Stadtsoldaten sich wieder einmal unter der Leitung ihres Kommandanten Lars Perzewski von ihrer besten tänzerischen Seite gezeigt hatten, sorgte die in einem zauberhaften maritimen Outfit gewandete Tanzgruppe der KG Beller Jäße mit ihrem atemberaubenden Showtanz für einen künstlerischen Hochgenuss, der von dem Solo-Tanzpaar Eric Meurer und Sophie Klein mit einer Spitzenleistung gekrönt wurde.

Tolle Stimmung bis in die späten Stunden

Den Abschluss des ebenso abwechslungsreichen wie zum Teil höchst anspruchsvollen Programms gelang es dem Hasebuur Quintett (Bernd Meurer, Mario Brötz, Peter Börder, Alfons Mauermann sowie  Claus Heuft an der Orgel und Uli Endres am Support) wieder einmal hervorragend, die Stimmung im Saal auch zur späten Stunde noch einmal auf Hochtouren zu bringen. SF

Die erste Rakete des Abends gab es für Kurt Gerhartz und seine Töchter.

Die erste Rakete des Abends gab es für Kurt Gerhartz und seine Töchter.

Bestens informiert über das Geschehen im Dorf zeigten sich die Feuerwehrkameraden Tim Mintgen, Sebastian Luxem und Lars Perzeweski.

Bestens informiert über das Geschehen im Dorf zeigten sich die Feuerwehrkameraden Tim Mintgen, Sebastian Luxem und Lars Perzeweski.

Zu Beginn der Sitzung hatten alle Beller Korporationen sich auf der Bühne vor dem herrlichen, neu gestalteten Bühnenbild aufgestellt. Fotos: SF

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2026
Media-Auftrag 2026/27
AZ_Gelenk 2026
Arbeiten bei van roje
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Empfohlene Artikel
Im Rahmen eines Termins in der VG-Verwaltung Mendig wurde die vorab vereinbarte Regelung mit den vom Umzug betroffenen Gemeinden noch abschließend unterzeichnet (von links): Georg Moesta, Kanzlei Martini, Moog, Vogt, Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, Sascha Monschauer, Vorstandsvorsitzender VR Bank RheinAhrEifel, Markus Müller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender VR Bank RheinAhrEifel, und Achim Grün, Stadtbürgermeister Mendig.
17

Mendig. Die VR Bank RheinAhrEifel wird im Mendiger Gewerbegebiet an der B262 einen zentralen Verwaltungssitz für 440 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter errichten. Im Herbst sollen die Tiefbauarbeiten für den „VR Campus“ starten und der Bau des Verwaltungsgebäudes soll Ende 2028 fertiggestellt sein. Das Bauprojekt soll nach momentanen Planungen rund 30 Millionen Euro kosten.

Weiterlesen

25

Niedermendig. Das Damenkomitee Fidele Möhnen Niedermendig lädt alle Mitglieder herzlich zur diesjährigen Jahreshauptversammlung am Montag 1. Juni 2026 um 19.30 im Pfarrheim Niedermendig (Hans-Böckler-Straße 12) ein.

Weiterlesen

Weitere Artikel
In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen.Foto: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz
31

Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar

Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen

Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.

Weiterlesen

Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
26

Stadt Andernach entwickelt innerstädtischen Grünzug ökologisch weiter

500 neue Bäume für die Mayener Hohl

Andernach. Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Entlang des rund 600 Meter langen innerstädtischen historischen Weges standen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige Stärkung des gesamten Gehölzbestandes.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Imageanzeige
Dienstleistungen
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Betriebsferien Mai 2026
Jubiläum
Titel
Image
Stellenanzeige Servicekräfte
Azubispots Bad Neuenahr-Ahrweiler