Enthüllung der Bronzeskulptur am Reginarisbrunnen bei Mendig
Die „Schöne Regina“ kehrte zurück
Mendig. Nachdem ihr Platz seit Anfang 2012 verwaist war, können die Menschen aus der Region die „Schöne Regina“, Wahrzeichen der ehemaligen Reginaris AG und Schutzpatronin des Mendiger Mineralwassers, wieder in der Parkanlage des Reginarisbrunnens bewundern.
Kniend nach vorn gebeugt, aus einer hohlen Hand trinkend, erinnern sich die Menschen der Region noch gut an sie. Die „Trinkende“, eine Figur, die aus Bronze und Kupfer bestand, hatte durch die Oxidation einen grün-bläulichen Glanz bekommen und wog rund 200 Kilogramm. Erschaffen wurde sie durch den Düsseldorfer Professor Wenck und auf Initiative des langjährigen Leiters des Reginarisbrunnens Wilhelm Voss, der 2012 im Alter von 100 Jahren verstarb, wurde sie 1956 aufgestellt. Im Januar 2012 wurde die „Schöne Regina“ das Opfer von Dieben.
Am Samstag wurde die neugeschaffene „Trinkende“ im Verlauf einer Feierstunde im Rahmen der diesjährigen Mendiger Kulturwoche Ars Vulcanica von Verbandsgemeinde-Bürgermeister Jörg Lempertz gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Mayen, Peter Schaaf, dem Direktor des Regionalmarktes Mayen-Rhein der Volksbank RheinAhrEifel, Peter Schäfer, und dem Eigentümer des Brunnengeländes, Peter Frings, enthüllt.
Bevor Bürgermeister Jörg Lempertz, der sich seinerzeit vehement für die Neu-Erschaffung der „Schönen Regina“ eingesetzt hatte, die spannende Geschichte, die sich um die Skulptur rankt, noch einmal Revue passieren ließ, hieß er die rund 150 Besucher, die sich die feierliche Zeremonie nicht entgehen lassen wollten, herzlich willkommen. Sein besonderer Gruß galt neben zahlreichen Persönlichkeiten, deren Berufs- oder Lebensweg mit dem Wahrzeichen in Verbindung steht unter anderem dem Landtagsabgeordneten Marc Ruland, dem Kreistagsmitglied Ernst Einig sowie den Beigeordneten von Verbandsgemeinde und Stadt Mendig, Joachim Plitzko und Ellen Rüber, sowie Thomas Schneider und Bibiana Koch-Mittler und nicht zuletzt selbstverständlich auch dem Thürer Ortsbürgermeister Rainer Hilger sowie dessen Beigeordneten.
Bei dieser Gelegenheit bedankte Lempertz sich ganz besonders bei Peter Frings für dessen großartiges Engagement und überreichte ihm ein Buch mit dem Titel „Vulkane, Quellen und die Götter der Eifel“, im dem die Geschichte des Reginarisbrunnens verewigt wird.
„Die Trinkende, im Volksmund ‚Die Schöne Regina‘ genannt, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem bekannten Wahrzeichen unserer Heimat. In ihrer Einzigartigkeit ist sie zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der Geschichte unserer Kommune geworden“, so der Bürgermeister, der weiter ausführte: „Die Trinkende ist für mich ein Symbol für unsere klaren Mineralwasserquellen, für eine wichtige wirtschaftliche Epoche der Mineralwasserproduktion, für die Schönheit unserer Heimat und für eine herausragende künstlerische Schaffenskraft.“
Originalgetreue Nachbildung
Die originalgetreue Nachbildung stellte sowohl finanziell als auch künstlerisch eine Herausforderung dar. Nachdem die Kreissparkasse Mayen und die Volksbank RheinAhrEifel eG gemeinsam mit dem Eigentümer des Brunnengeländes, Peter Frings, die notwendigen Mittel in Höhe von etwa 10.000 Euro zur Verfügung gestellt hatten, gab der Rat der Verbandsgemeinde Mendig grünes Licht, sodass die Kai Pelikan Metallguss GmbH mit dem Guss einer neuen Figur beauftragt werden konnte.
Da Peter Krings über einen Gipsabdruck des Originals verfügte, stand der Erschaffung einer neuen „Trinkenden“ nichts mehr im Wege. Den Kontakt zu der traditionsreichen Gießerei, die sich auf dem Gelände der ehemaligen Concordiahütte in Bendorf-Mühlhofen befindet, hatte der Mendiger Heimatforscher Klaus Schmidt hergestellt.
