Erfolgreiche Kooperation zwischen Olympiasiegerin Hannelore Brenner und der Zuchtstätte Moskopp Kettig
Ein Pferd aus Kettig für die Olympiasiegerin
Kettig. Einen großen Erfolg kann die in Kettig ansässige Zuchtstätte Moskopp verbuchen.
Belissima M, eine fünfjährige Fuchsstute aus der eigenen Zucht, ist seit diesem Sommer im Beritt von Hannelore Brenner.
Brenner kann etliche nationale und internationale Wettkampfsiege im Behindertensport vorweisen, ist mehrfache Weltmeisterin und Goldmedaillengewinnerin bei den paralympischen Spielen. Doch wie kam das Ross zu seiner neuen Reiterin?
Liebe auf den ersten Blick
Belissima M ist Hannelore Brenner bei einem Turnier aufgefallen und sogleich war es Liebe auf den ersten Blick.
„Wir wurden auf sie aufmerksam, weil sie sich so locker und leichtfüßig bewegt und einen sehr schönen Ausdruck hatte“, erklärt Brenner ihre Eindrücke. Seinerzeit wurde Belissima M von Julia Kruft turniermäßig vorgestellt, zu der Brenner dann Kontakt aufnahm und so den Kettiger Züchter Peter Moskopp kennenlernte.
Schnell war ein Termin verabredet und Hannelore Brenner reiste mit ihrer Lebensgefährtin und Reitpartnerin Dorte Christensen nach Kettig, um die Fuchsstute in natura kennenzulernen.
Die Chemie stimmte direkt.
„Ich bemerkte sofort, dass sie verstehen wollte, was ich ihr zu sagen versuchte, auch wenn meine Hilfen durch die Behinderung etwas anders waren, als sie es bisher kannte“, schildert Brenner das erste Zusammentreffen. Brenner, seit einem Reitunfall querschnittsgelähmt, bemerkte, wie sich Belissima M gleich auf sie als neue Reiterin einstellte.
Schnell war den beiden Reiterinnen klar, ihr Traumpferd gefunden zu haben.
So wurde zwischen Brenner und Peter Moskopp eine Kooperation besiegelt, die sowohl Reiter- als auch Züchterinteressen berücksichtigt.
Ein gemeinsames Ziel ist aber für beide Parteien klar: Belissima M soll am internationalen Reitsport teilnehmen - und das könnte schon 2016 der Fall sein, denn die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Hannelore Brenner beschreibt Belissima M als bemerkenswert lernfähig und das innerhalb kürzester Zeit.
Außerdem ist das Leben auf der Erfolgsspur für die Füchsin aus der Zuchtstätte Moskopp nichts Unbekanntes.
Schon im März dieses Jahres, damals noch unter der Federführung von Julia Kruft, konnte Belissima M sich bei einer Dressurprüfung der Klasse A auf dem Youngster Day in Emmelshausen den ersten Platz auf dem Siegertreppchen sichern.
Bisherige Erfolge machen Mut für die angestrebten Ziele
Nun geht Dorte Christensen mit Belissima M auf nationaler Ebene an den Start. Bereits zwei Dressurpferde-A-Prüfungen wurden absolviert; eine davon mit Platz eins, die andere ebenfalls mit einer hohen Platzierung.
Einen besonders großen Erfolg konnte Reiterin Dorte Christensen Anfang August erreichen.
Bei einer weiteren Dressurpferdeprüfung der Klasse A im hessischen Traisa erritt Dorte Christensen mit Belissima M ein Traumergebnis von 8,0 von insgesamt zehn möglichen Gesamtpunkten.
Diese Klasse entspricht Prüfungen der Anfängerklasse und die Wertung der Punktrichter zeigt Brenner und Christensen, dass sich das Pferd voll und ganz auf dem richtigen Weg befindet - dies nicht zuletzt auch dank der vertrauensvollen Kooperation mit Peter Moskopp.
„Wir trafen in Peter Moskopp einen echten ’Pferdemann‘“, beschreibt Brenner ihren Eindruck des Kettiger Züchters, der sich mit umfassendem Wissen über Aufzucht und Haltung einen Namen gemacht hat.
Kooperation als Vorreiterrolle
Auch Peter Moskopp ist begeistert: „Wir sind so stolz, unsere Belissima M einer solch tollen und erfahrenen Sportlerin zur Verfügung zu stellen.“ Für die Pferdesportlerin Hannelore Brenner soll die Kooperation mit der Zuchtstätte Kettig allerdings nicht nur auf Belissima M beschränkt sein.
Brenner sieht diese Zusammenarbeit bereits in einer Vorreiterrolle.
So könnten auch zukünftig andere Reiterinnen und Reiter mit Handicap von der engen Kooperation zwischen Sportler und Züchter profitieren, um das persönliche Spitzenpferd ohne große Umwege zu finden.
Hannelore Brenner hat ihr Traumpferd in Belissima M bereits gefunden.
Nach den bisherigen hervorragenden Leistungen sollten sich Dressur-Fans die Namen des Duetts definitiv einprägen.
Denn Brenner hat mit ihrem neuen Schützling noch einiges geplant und die Chancen stehen gut, dass diese erfolgreich umgesetzt werden.
Und vielleicht gelingt dies wie geplant bereits im nächsten Jahr, denn dann finden in Rio de Janeiro die nächsten Paralympischen Spiele statt.
Für Züchter Peter Moskopp (M.) gab es bei der Besiegelung der Kooperation ein Blumenpräsent. Fotos: privat
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