Freiwillige Feuerwehr Bell
„Ein lang gehegter Wunsch erfüllt sich“
Der symbolische erste Spatenstich zum brandneuen Feuerwehrgerätehaus ist vollzogen
Bell. Zu einem denkwürdigen Ereignis, nämlich dem symbolischen ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Bell, hieß VG-Bürgermeister Jörg Lempertz auf dem Bauplatz, unmittelbar neben dem Beller Friedhof, zahlreiche Wehrleute sowie Vertreter politischer Gremien und der VG-Verwaltung herzlich willkommen. Da Ortsbürgermeister Bernd Merkler wegen eines anderweitigen wichtigen Termins leider verhindert war, wurde er von den beiden Beller Beigeordneten Godehard Jünemann und Gerlinde Scheuren würdig vertreten. Bevor Jörg Lempertz in seiner Eigenschaft als oberster Chef der Freiwilligen Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Mendig das Wort an die Anwesenden richtete, ließ er es sich nicht nehmen, dem ersten Beller Beigeordneten Godehard Jünemann zu dessen 70. Geburtstag zu gratulieren. Während die Beller Wehrleute zu Ehren von Jünemann zunächst das Beller Feuerwehrlied anstimmten, gratulierten sie anschließend gemeinsam mit allen Anwesenden mit einem lautstark intonierten „Zum Geburtstag viel Glück!“ „Sollten wir im Plan bleiben und auch das Wetter mitspielen, gehen wir davon aus, dass die Beller Wehr im Frühjahr 2014 in ihr neues Feuerwehrhaus einziehen kann“, so VG-Bürgermeister Jörg Lempertz.
Ein zeitgerechtes Zuhause
Weiter unterstrich der Verwaltungschef: „Die Feuerwehr prägt eines der herausragenden Ehrenämter in unserer Gesellschaft. Sie ist rund um die Uhr einsatzbereit, um Menschen zur Hilfe zu eilen. Schnelle und dennoch gut überlegte Entscheidungen stehen auf der Tagesordnung. Belastende, physische und psychische Situationen sind keine Seltenheit. Hier verrichten Frauen und Männer in ihrer Freizeit einen lebensnotwendigen Dienst für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinden. Hierfür schulden wir ihnen höchste Anerkennung und besonderen Dank. Wir haben uns als Verbandsgemeinde parteiübergreifend das Ziel gesetzt, unsere Feuerwehren zukunftsgerecht und modern aufzustellen und konnten in den vergangenen Jahren das Feuerwehrhaus Mendig neu bauen, das Feuerwehrhaus in Thür modernisieren, das Feuerwehrhaus in Volkesfeld modernisieren und erweitern sowie das Feuerwehrhaus in Rieden komplett neu bauen. Nun haben wir uns vorgenommen, die Ärmel hochzukrempeln und auch der Beller Feuerwehr ihr lang ersehntes neues Feuerwehrhaus zu bauen, zumal das alte Beller Feuerwehrhaus in der Gänsehalsstraße, welches über 60 Jahre alt ist, nicht mehr die notwendigen energetischen Standards und Sicherheitsstandards erfüllen kann.“ Die Baukosten für das neue Feuerwehrgerätehaus belaufen sich auf 390.000 Euro, davon gehen 102.000 Euro zu Lasten der Landeskasse. Möglich macht dies ein Förderprogramm für das Brandschutz- und Katastrophenwesen im Ministerium des Inneren, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz. Durch die fachkundige planerische Architekturleistung von Leo Oster und Frank Kaschner (Bauabteilung der VG-Verwaltung) konnten weitere Kosten eingespart werden. Nachdem der sichtlich gerührte erste Beigeordnete Godehard Jünemann sich für die musikalische Geburtstagsüberraschung bedankt hatte, sagte er: „Heute ist ein sehr wichtiger Tag für die Gemeinde Bell, denn ein lang gehegter Wunsch geht endlich in Erfüllung: Der Bau des neuen Feuerwehrhauses. Ich danke allen Gremien, die es möglich gemacht haben, dass wir heute mit dem ersten Spatenstich beginnen können und ich wünsche dem Bau einen guten Verlauf ohne Unfälle, damit wir rechtzeitig im Frühjahr 2014 die Einweihung vollziehen können.“
An einem Strang ziehen
Stephan Schüller, Wehrleiter der VG-Mendig, sagte in seinem kurzen Grußwort: „Ich habe bei meiner Amtseinführung gesagt, dass wir alle fest zusammenstehen und zusammenarbeiten müssen. Natürlich ist dies zwischen den politischen Gremien und der Feuerwehr nicht immer in Gänze möglich, wie man bei der letzten Verbandsgemeinderatssitzung erkennen konnte. Dennoch gibt es einige Beispiele, die aufzeigen, dass man hier den richtigen Weg eingeschlagen hat. Eines dieser Beispiele ist der geplante Neubau des Feuerwehrgerätehauses Bell, zu dessen Spatenstich wir heute angetreten sind. Damit sind bald die Zeiten der herrschenden Platznot und der damit verbundenen Unfallgefahren vorbei. Die Zahl der Aufgaben und Einsätze, die von den Feuerwehren abgearbeitet werden muss, steigt stetig. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, müssen die Feuerwehren entsprechend ausgerüstet werden. Hierzu zählen neben den Fahrzeugen und Geräten auch die Feuerwehrgerätehäuser. Ich wünsche den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bell die notwendige Kraft für die anstehenden Arbeiten und hoffe, dass Ihr im nächsten Jahr endlich in ein angemessenes und zeitgemäßes „Zuhause“ einziehen könnt. Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!“ Auch der Beller Wehrführer Hermann-Peter Heuft richtete das Wort an die Anwesenden und betonte: „Heute ist ein Tag, der im Leben der heute aktiven Wehrleute der Feuerwehr Bell noch nie vorgekommen ist und höchstwahrscheinlich auch nicht noch einmal vorkommen wird. Wir feiern den Spatenstich für unser neues Feuerwehrhaus. Wir haben zwar gehofft, dass dieser Spatenstich im Jahr 2013 stattfinden würde, aber in Wirklichkeit hat niemand damit gerechnet. In den kommenden Monaten müssen wir die Verbandsgemeinde und die Gremien tatkräftig unterstützen, damit das Feuerwehrhaus in unserem Sinne entstehen kann. Wir freuen uns darauf und bedanken uns bei VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, bei den Gremien sowie bei unserem Wehrleiter und nicht zuletzt bei unserer Ortsgemeinde, die zum Gelingen dieses Bauvorhabens beigetragen haben und noch beitragen werden.“ Im Anschluss an den vollzogenen Spatenstich lud VG-Bürgermeister Jörg Lempertz die Wehrleute und Gäste zu einem Umtrunk in die Gaststätte Handeck ein.
Zum 70. Geburtstag des ersten Beigeordneten Godehard Jünemann gratulierten Wehrleute und Anwesende.
