Feuerwehr Ettringen
Floriansjünger haben Grund zum Feiern
45 Jahre Jugendfeuerwehr und Tage der offenen Tür erwarten die Besucher mit einem bunten Programm
Ettringen. Eines steht fest: Die Feuerwehrmänner und -frauen im Eifelort Ettringen genießen in der Bevölkerung höchste Priorität und Hochachtung. Darum sollte es für jede Bürgerin und jeden Bürger eine Ehrensache sein, „ihre“ Feuerwehr bei deren Festlichkeiten zu besuchen und zu unterstützen. Denn diese Akteure sind 365 Tage im Jahr, „rund um die Uhr“, für alle da. So wird an den „Tagen der offenen Feuerwehrtür“ vom 20. bis 22. Juli wieder einiges vor dem Ettringer Feuerwehrhaus geboten. Und dabei hat man seitens der Verantwortlichen um ihren Wehrführer Björn Barz gleichermaßen an junge und ältere Besucher gedacht.
Nach der samstäglichen Eröffnung des Kreisjugendfeuerwehrtages beginnt ein Mammutprogramm: Für 8.30 Uhr ist das Eintreffen der Jugendfeuerwehren geplant. Eine Stunde später beginnt das „Spiel ohne Grenzen“ mit vielen Aktivitäten um das Thema „Löschen-Retten-Bergen rund um Ettringen“. Die Sieger werden ab 16.30 Uhr geehrt. Bei dieser Aktion finden zudem weitere Ehrungen statt. Um 20 Uhr öffnet die beliebte Cocktailbar, und bei „Back to the Beat“ werden „The Honeycake Horses“ mit Reinhold Oberhoffer und Egon Schäfer wieder viele musikalische Wünsche erfüllen. „Es soll ein informatives Fest werden, und mit dem Jubiläum ‚45 Jahre Jugendfeuerwehr‘ lohnt sich das Feiern ganz besonders“, freut sich Björn Barz. Besonders die jungen Menschen möchte man ansprechen, sie motivieren und für den wichtigen Einsatz bei der Ettringer Feuerwehr begeistern. „Denn nur durch Nachwuchs hat eine Wehr Bestand, und da ist man zurzeit in Ettringen mit zehn Jungen und einem Mädchen gut aufgestellt“, informieren der Jugendwart Stephan Schäfer und sein Stellvertreter Andreas Becker.
Zweitälteste Jugendfeuerwehr im Landkreis
Es war am 10. Dezember 1968, als unter dem Wehrführer Werner Lanz, seinem Stellvertreter Ludwig Schlaf und dem Geschäftsführer Helmut Lanz die Jugendabteilung der Ettringer Feuerwehr gegründet wurde. Sie ist somit die zweitälteste Jugendfeuerwehr im Landkreis Mayen-Koblenz. 14 Schulkinder erklärten sich damals nach einem Erlebnisstag bereit, nach dem Motto „Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr“, mit dabei zu sein. Für die Verantwortlichen war und ist es ein hehres Ziel, im Rahmen der wertvollen Jugendarbeit Feuerwehrwissen zu vermitteln, um alle auf den Feuerwehrdienst vorzubereiten. Seit der Gründung werden interessierte Jugendliche kontinuierlich ausgebildet, um später in die Einsatzabteilung der Wehr eingesetzt zu werden. Und bis dahin können die Jugendlichen jederzeit auf die Unterstützung der Feuerwehrkameraden zählen.
Des Weiteren haben die Besucher innerhalb des Festprogramms am Sonntag, nach dem Frühschoppen, die Gelegenheit, sich am Nachmittag ein schönes Kaffeestündchen zu gönnen, oder aber, wie an allen Festtagen, die Schlagkraft der Wehrleute durch Besichtigung der diversen Gerätschaften, ob es nun der Wagenpark oder die Rettungsschere ist, vor Ort kennen und schätzen zu lernen.
Einsegnung des neuen Transportfahrzeuges
Ein besonderer Programmpunkt wird wohl die feierliche Übergabe und Einsegnung des neuen Mannschafts-Transportfahrzeuges um 14 Uhr sein. Gleich im Anschluss beginnt das beliebte Kinderschminken sowie kreatives Arbeiten in der Mal- und Bastelecke. Ein musikalischer Ohrenschmaus wird ab 18 Uhr beim Platzkonzert der renommierten Blaskapelle Ettringen zu hören sein.
Der „Blaue Montag“ am 22. Juli knüpft ab 15 Uhr an alte Traditionen an. Und auch die Cocktailbar öffnet ab 20 Uhr wieder ihre Pforten. Schirmherr Landrat Dr. Alexander Saftig weiß als Kreischef ganz genau, was es heißt, Feuerwehrer zu sein, und sich für die Bürger einzusetzen: „Ich übernehme gerne die Schirmherrschaft in einem der größten Orte im Landkreis. Ich freue mich über so viele junge Menschen, die bereit sind, sich zunächst spielerisch, aber später dann auch für die Sicherheit der dörflichen oder städtischen Gemeinschaft mit ganzem Herzen einzusetzen. Damit kann man die vielfältigen Aussagen, dass die Jugend sich nicht mehr für die Allgemeinheit interessieren würde, bestens widerlegen. Ich danke aber auch den vielen Betreuerinnen und Betreuern, die sich in vorbildlicher Weise dieser engagierten Jugendlichen in den Feuerwehren unseres Landkreises annehmen. Das Ehrenamt hat in den Wehren einen ganz hohen Rang“, so der Landrat. Auch viele der Besucher sind dann sicherlich wieder der einhelligen Meinung: „Bei dieser Feuerwehr können die Ettringer ruhig schlafen“. Und das soll auch so bleiben, darum braucht man unbedingt die Unterstützung aus der Bevölkerung, auch bei einem Feuerwehrfest. Denn diese engagierten Männer und Frauen sind für alle rund um die Uhr zur Hilfe bereit. Dies sollte man durch einen Festbesuch honorieren.
Die Ettringer Floriansjünger in Aktion.
