EU-Projekttag am Megina-Gymnasium in Mayen
Große Politik aus erster Hand
Die MdB Andrea Nahles (SPD) und Mechthild Heil (CDU) diskutierten mit den Schülern über Europa
Mayen. Der EU-Projekttag an Schulen geht auf eine Initiative von Bundeskanzlerin Merkel zurück. Der Tag fand erstmals 2007 während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft statt und ist normalerweise Auftakt für die Europa-Woche, in der alljährlich rund um den Europatag der Europäischen Union am 9. Mai viele Veranstaltungen in allen europäischen Ländern begangen werden. Grund für die zeitliche Verschiebung in diesem Jahr auf den 31. März ist die Wahl des Europaparlaments am 25. Mai.
Mitglieder der Bundesregierung, der Landesregierungen sowie Abgeordnete des Deutschen Bundestages, des Europäischen Parlaments und der Landtage besuchten erneut Schulen in ganz Deutschland. Gemeinsam mit Politikern diskutieren Jugendliche am EU-Projekttag über aktuelle Themen Europas. In diesem Jahr stand die Wahl des Europaparlaments im Mittelpunkt.
Beim Mayener Megina-Gymnasium war es naheliegend, zum Projekttag Andrea Nahles (SPD) und Mechthild Heil (CDU) als Abgeordnete des Bundestagswahlkreises einzuladen. Nahles diskutierte dabei nicht als Bundesministerin für Arbeit und Soziales und Heil nicht als Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit den Schülern der Oberstufe, sondern in ihrer jeweiligen Funktion als Abgeordnete. Aufgrund ihrer Klassen- oder Kurszugehörigkeit wurden die Schüler im Vorfeld einer beiden Abgeordneten quasi „zugelost“, die sich in getrennten Räumen den Fragen von jeweils gut 60 jungen Menschen stellen mussten.
Wegen der engen Terminpläne der beiden Politikerinnen fiel die Begrüßung durch Schulleiter Prof. Dr. Edzard Visser und seinen Stellvertreter Rainer Feige nur kurz, aber dennoch herzlich aus.
Nach einer kurzen Darstellung der persönlichen Ansichten und Einstellungen zu Europa ging es dann schnell zur Sache. Aktuelle Themen wie die Krise in der Ukraine, die Währungs- oder Bankenunion, eine gemeinsame Verteidigungspolitik oder das Freihandelsabkommen mit den USA wurden hinterfragt.
Gerade dabei traten für die Schüler die unterschiedlichen parteipolitischen Einstellungen offen zutage. Während Nahles das geplante Abkommen als „nice to have“ bezeichnete und ihrer Ansicht nach „weder Deutschland noch Europa untergehen“ würden ohne das Abkommen, bezeichnete es Heil als sehr wichtig und richtig sowie als Riesenchance, die man ergreifen müsse.
Bei der anschließenden Aufarbeitung der Veranstaltung im Unterricht werden vorrangig solche unterschiedlichen Positionen noch viel Diskussionsstoff bieten, denn viele der Jugendlichen dürfen bei der anstehenden Europawahl erstmals an die Urne. Beide Politikerinnen freuten sich besonders über Fragen, die ihrem jeweiligen Aufgabenbereich zugeordnet waren oder nahe kamen.
Ungezwungen und locker stellte sich die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, diesmal nicht als Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Fragen der Schüler.
